Freunde von
Bruno Gröning

Kugel von Bruno Gröning

 


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NOTWENIGKEIT ZUR UMKEHR

Es ist sinnvoll darüber nachzudenken, warum wir uns regelmäßig zu Gemeinschaftsstunden zusammenfinden.
Bruno Gröning sagte sinngemäß: Eine versäumte Gemeinschaftsstunde ist nicht mehr nachzuholen, Das heißt also, jede dieser Stunden ist oder muss mehr sein, als nur ein gemütliches Beisammensein von gleich gesinnten Freunden, denn es geht nicht um das Sprechen und Zuhören, sondern um viel, viel mehr. Es geht um den Empfang des geistigen Lichtes, also darum, das wir uns diesem Licht öffnen, es empfinden, fühlen und empfangen.

Wenn wir den Alltag überblicken, so hat dieser oft eine sehr merkwürdige Wirkung auf uns, nämlich die, dass er uns voll und ganz gefangen nimmt, dass es oft den Anschein hat, als ob dieser graue Alltag- mit den verschiedensten kleinen Widerwärtigkeiten - die Realität wäre. Aber dem ist nicht so. Lassen wir uns nicht täuschen und werden wir nicht diesem Alltag hörig, sondern bedenken wir, dass wir Menschen mehr sind, als das was man von uns sieht nämlich diesen unseren Körper. Der Alltag ist of so grau, wie ein Nebeltag im Herbst, und trotzdem wissen wir, dass über dem Nebel die Sonne scheint und es gerade diese Sonne ist, die uns Leben, Wärme und Kraft spendet. Wenn es uns gelingt über diesen Nebel empor zu steigen, dann sehen wir, dass das Grau unter uns liegt und über und nur herrlicher Sonnenschein ist. Emporzusteigen heißt ja. Das Alltägliche abzulegen und still in uns hineinhorchend das Göttliche, das Gute, Licht, Kraft und somit die Heilung zu empfangen. Es geht immer wieder darum, dass wir in uns selbst den richtigen Standpunkt erkennen und somit das richtige Beurteilungsvermögen bekommen. Oft – wenn wir in einer Situation stecken, die uns zu erdrücken droht – verlieren wir den Überblick und glauben, dass das Ungute, das Dunkle stärker ist als wir. Erst wenn die schweren Stunden vorüber sind erkennen wir, dass wir sehr wohl die Hilfe gehabt haben und immer die Hilfe haben. Nur neigt der Mensch noch immer dazu, zu verzweifeln und somit zu zweifeln. Er glaubt, das irdische Leben ist stärker – aber in Wirklichkeit ist das geistige Leben, das Christus Leben dominierend. Wir müssen ihm nur die Möglichkeit geben, durch unsere Überzeugungskraft und unser Tun, im Erdenleben zu wirken.

Zwischen Allerheiligen und Weihnachten ist eine merkwürdige Zeit. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Die Nebel dichter, also ist es in der Natur eine absteigende Zeit. Trotzdem feiern wir gerade in diesen Monaten die höchsten christlichen Feste. Zunächst einmal Allerheiligen und Allerseelen; diese beiden Tage sollen uns aber mehr bedeuten, als nur die Betreuung und der Besuch der Gräber der Verstorbenen. Sie sollen uns aufwecken und die Erkenntnis bringen. Dass die diejenigen, denen wir sozusagen nachtrauern, oder besser gesagt den Irrtum begehen ihnen nachzutrauern, in Wirklichkeit, in Wahrheit ja niemals gestorben sind. Sie haben nur diesen Körper, dieses Gewand wieder zurückgegeben, das sie von Gott geschenkt bekommen haben für ein Erdenleben, und daher sollen wir auch nie in der Vergangenheit von ihnen reden. Zum Beispiel: Dieser oder jener war einmal ein guter Mensch, oder hatte dieses oder jenes getan. Wenn wir das tun, trennen wir uns von den Geistwesen, also von denen die uns vorausgegangen sind, und somit aber auch von unserer eigenen geistigen Heimat, ebenso von unseren geistigen Führern Jesus Christus und Bruno Gröning. Diese sind und wirken ja noch immer! Erst wenn wir das wissen und in die Tat umsetzen, haben wir wieder die Verbindung zu ihnen und somit zu Gott.

Jesus Christus sagte: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, so bin ich mitten unter ihnen.“ Das ist kein frommer Wunsch, das ist eine Tatsache. Wir müssen diese Tatsache nur anerkennen, sie fühlen und bereit sein, sie zu akzeptieren. Deshalb zu akzeptieren, weil wir ja einer gewissen Reife bedürfen, um all das zu empfinden, was geistig gegeben wird: Was heißt es denn, wenn gesagt wird: Jesus Christus ist mitten unter uns? Das heißt doch nicht mehr und nicht weniger, als dass wir das verwirklichen sollen, was Er uns seit 2000 Jahren gelehrt hat und der Mensch immer noch nicht tut, weil er das Materielle in den Vordergrund stellt und glaubt menschenhörig sein zu müssen, anstatt gotthörig zu sein. Er leiht das Wort, das Ohr den anderen, weil er annimmt, durch logische Überlegungen die Dinge lösen zu können, die durch keine Logik der Welt lösbar sind, da sie über der Menschlichkeit, über der Materie, über der normalen physikalischen Gesetzmäßigkeit stehen. Ein Wunder – das wir immer wieder brauchen und erhoffen – lässt sich nicht erklären.

Wenn wir eine geistige Hilfe zu erklären versuchen, so nehmen wir uns selbst die Verbindung, das heißt, sie fällt in sich zusammen – warum? Weil Leben mehr ist als physikalische Logik und wir selbst als Menschen jenseits jeder Logik existieren. Mit Logik allein können wir niemals etwas erklären, geschweige denn die geistige Welt. So ist es also notwendig, die eigene Begrenztheit im Denken zu erkennen, um die Unbegrenztheit im Fühlen, Glauben und Wissen, zu erfahren. Wobei ein Wissen, das nicht durch den Verstand zustande kommt, sondern durch das Erleben, erst das wahre Wissen bedeutet. Wird uns auf irgendeine Weise Hilfe zuteil, ganz egal ob seelischer oder körperlicher Natur, so ist diese geistige Hilfe ein Elementarereignis, aber keine logische Schlussfolgerung. Man kann nicht sagen, weil wir dies oder jenes getan haben, daher durften wir das Gute erleben, denn es muss uns bewusst werden, dass jede geistige Hilfe Gnade ist und wir keinen Anspruch darauf haben, weil wir laut Bruno Gröning leider noch auf einer Entwicklungsstufe stehen, auf der wir der Ursache und Wirkung näher verbunden sind, als der Gnade. Aber wir sollen diese Gnade demütig anerkennen indem wir sagen:
Mein Gott, ich danke Dir für diese Gnade, Diese Hilfe, dafür, dass Du mich wieder einmal herausgeholt hast aus einem Sumpf, in dem ich mich selbst begeben habe, durch meinen Unglauben, meine Unwissenheit, Zweifel und Kleinmütigkeit. So lange wir im Nebelmeer unserer Kleinkariertheit gefangen sind, können wir niemals die Freiheit einer herrlichen geistigen Sonne erleben. Um diese geistige Christus-Sonne über und in uns geht es aber zunächst, denn wir müssen die geistige Sonne, das Zentrum Gottes erst erkennen und anerkennen, damit wir in uns bereit sind, das geistige Licht aufzunehmen. Es wird nur das gegeben, was für unsere geistige Entwicklung wichtig ist und nicht mehr. 

Wenn der Mensch jedoch sagt: ich glaube erst dann, wenn ich es sehe, ja was ist denn das für ein Glaube? Bleibt der Mensch im Nebelmeer sitzen und glaubt die Sonne wird von selbst kommen, so wird er es nie erleben, denn der geistige Nebel ist zäher, ist dauerhafter als der irdische Nebel. Im Geistigen gibt es keinen Wind, der ihn wegträgt. Es sei denn, wir selbst sind es, die diesen Wind erzeugen, durch den Willen, Glauben und der Bitte, dieser Nebel möge sich hinweg heben. Dann hebt er sich hinweg. Erst durch die Überzeugung können wir erfahren, dass wir die Bestimmenden in unserem Leben sind, und dass all das kommt, was wir wollen. Wenn wir ja sagen – wird uns geholfen werden.

Als die Schöpfung entstanden ist, bekamen die Geistwesen, die Menschen werden sollten, den freien Willen. Und zwar den freien Willen ohne Einschränkungen, Aufgrund dessen haben wir uns entwickelt, aber auch begrenzt und in weiterer Folge die Welt in jene bedrohliche Lage gebracht, in der sie sich jetzt befindet. Daran sind global gesehen – nur wir Menschen schuld. Kein Ungetüm, kein Gott ist schuld, auch nicht der Satan, denn wir waren ja Werkzeug dieser negativen Kräfte, du das aus freiem Willen. Demnach haben es auch nur wir Menschen in der Hand, den besseren Weg, den Weg zu Gott zu finden und zu gehen. Wir haben es in der Hand, Licht und Kraft von der geistigen Sonne aufzunehmen und so viel Positives auszustrahlen, dass das Negative verbrannt wird, sich auflöst und nicht zur Wirkung kommt. Dieses Wort „verbrannt“ stammt übrigens von Bruno Gröning.
Er sagte: Das Ungute, das Negative, das Böse muss und kann durch die geistige Kraft verbrannt, aufgelöst und eben nicht mehr existent gemacht werden. Diese geistige Wahrheit ist, dass etwas nur soviel Kraft hat, als wir ihm zubilligen. Wir Menschen sind in jeder Situation frei, und bleiben frei, wenn wir uns nicht begrenzen, indem wir mit erschrecktem Blick immer wieder auf das körperliche Ende starren, so wie der Frosch auf die Schlange. Nur diese Unbegrenztheit macht uns frei von der Abhängigkeit unseres Körpers. Jede Bedrohung bezieht sich nur auf unsere Körperlichkeit.

Es gibt keine irdische Gefahr, die uns geistig bedrohen kann. Wer das einmal für sich selbst erkannt hat, der hat keine Angst mehr, dem wird auf Grund dieser Furchtlosigkeit Tür und Tor geöffnet. Es gibt wenige Menschen die furchtlos bleiben, wenn sie körperlich bedroht werden, die dem Angreifer ruhig ins Gesicht blicken und sagen: nur meinen Körper kannst du töten, mich selbst meinen Geist aber nicht. Gerade diese Furchtlosigkeit ist es, die den anderen dazu bringt, das nicht auszuführen, was er wollte, sie muss allerdings tief innen in uns von Überzeugung getragen sein, sodass sie selbst das Letzte in Kauf nimmt.

Zum Glück leben wir in einem Land in dem wir es nicht ausprobieren müssen, obwohl viele, viele Millionen Menschen von dieser Gefahr bedroht sind und sich ihr unterordnen weil sie einfach Angst haben.
Wir leben in einem freien Land in dem wir denken, tun und lassen können was wir wollen, solange wir nicht mit den Gesetzen in Konflikt kommen. Auch das ist Gnade. Nützen wir doch die Freiheit, den Frieden, die Entwicklungsmöglichkeit unserer Heimat. Werden wir zufrieden und haben wir Vertrauen zu Gott, zu unserer Umgebung und zu uns selbst. Es ist eine alte Binsenweisheit, dass unser Leben immer lebensgefährlich ist, wie man so schön sagt. Ja, aber es ist auch ein Leben um zu lernen und nicht nur um zu genießen, eine Schule, die einmal beginnt und einmal endet. Mit der richtigen Einstellung bekommen wir die Kraft, das Beste für uns im Geistigen und nicht tim Materiellen zu machen, denn wie wir wissen, bestimmt der Geist die Materie. Der Mensch ist falsch geschaltet, sagte Bruno Gröning. Durch sein materielles Denken lebt er im Vergleich. Er glaubt, er muss bestimmen, sich verteidigen, kann verurteilen und sich selbst zum Maßstab aller Dinge machen.

Der Mensch soll bereit sein, Werkzeug Gottes zu werden, seine eigene Persönlichkeit dem großen Plan der Erlösung unterzuordnen, dann wird vieles geführt und zustande kommen, was wir als Menschen niemals schaffen würden. Deshalb nicht, weil wir ja gar nicht die Übersicht haben alle Dinge zu ordnen, die zu ordnen sind.
Der Mensch, der ständig alles befürchtet, alles in Frag stellt, der nur sich selbst sieht, bleibt begrenzt in seinen Möglichkeiten und wird zum unglücklichen Nervenbündel. Er muss täglich kämpfen und seine Begrenztheit in einem oft erschreckenden, furchtbaren Ausmaß durchleben. Auch in seiner Vorstellung ist er vergänglich und schafft sich auf diese Weise selbst die Apokalypse, wenn er nicht seine geistige Unzerstörbarkeit anerkennt. Der Mensch hat dank seiner Erfindergabe in mühevoller Arbeit dafür gesorgt, dass das kommen kann, was die Apokalypse beschreibt. Es ist unglaublich wie viel Energie, Zähigkeit und Opfer der Mensch auf sich nimmt, um das Negative durchzusetzen. Wenn er all diese Kräfte, diese Gedanken und Spitzfindigkeiten zum Guten verwenden würde, zum Guten verwendet hätte, all die zweitausend Jahre hindurch, die Welt stünde heute anders da. Sie sähe heute anders aus und wir müssten uns nicht mit Problemen herumschlagen, die uns so belasten und einengen, dass sie uns die Sicht nehmen, wie ein Nebel im Herbstmonat November. Wir haben vor zweitausend Jahren die Wahrheit über unserer Bestimmung, unsere Möglichkeiten und Aufgaben erfahren. Was haben wir daraus gemacht?

Jesus hat die Gewaltlosigkeit gelehrt: Liebe, Hilfsbereitschaft ohne Ansehen der Person, der Klasse, der Kaste usw. Der Mensch hat wohl das Gute verkündet, aber die Mittel , die dazu angewandt wurden, waren nicht göttlich, sondern menschlich. Er wollte mit Gewalt das durchsetzen, was sowieso gewachsen wäre. Und so hat Gewalt Gegengewalt verursacht, und auf Grund des Wollens, das Gute mit Gewalt durchzusetzen, ist der Kommunismus entstanden. Das war die Gegenkraft. Hätte der Mensch gelernt, die Gewaltlosigkeit zur Wirkung zu bringen, hätten wir keinen Radikalismus und die Harmonie der christlichen Lehre wäre in die Tat umgesetzt worden, - aber leider - es war eben anders. Der Mensch hat geglaubt, er muss mit Gewalt das tun, was sowieso von selbst gekommen wäre. Betrachten wir z.B. das Leben eines Mahatma Ghandi, der in jeder Lebenslage nur die Gewaltlosigkeit zum Zug gebracht hat - auch bei größter Bedrohung - so sehen wir, dass damals allein durch das Wirken dieses einzigen Mannes, das indische Volk frei geworden ist. Anhand des Beispiels dieses Mannes, der nicht einmal dem christlichen Kulturkreis angehört hat, kann man erkennen, was ein Mensch tun kann und bewirkt, wenn er bis zur letzen Konsequenz die Kräfte des Guten vertritt und zur Anwendung bringt. Wie ging es aber weiter? Mahatma Ghandi ist schon einige Jahrzehnte nicht mehr unter den Lebenden und seine Anhänger drohen wieder dem alten Gesetz von Ursache und Wirkung zu verfallen. Der Staat Indien hat immer größere Schwierigkeiten, obwohl er in Freiheit lebt. Die einzelnen Kasten beginnen wieder gegeneinander zu arbeiten. Wir müssen bedenken, dass dieses Kastenwesen unter Mahatma Ghandi auch aufgehört hatte, wirksam zu sein, das ist eine ungeheure Realität, wenn wir ahnen was Kasten in Indien bedeuten.

Der Grund, dass wir Menschen unvorstellbare Wirkungen verursachen können liegt darin, einfach ja zu sagen, zu der geistigen Sonne in uns. In der Bibel steht: „Gott schuf den Menschen nach Seinem Ebenbild.“ Was heißt das? Es betrifft doch nicht den Körper, aber der geistige Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Seine übersinnlichen Möglichkeiten und Aufgaben können und führen so weit, dass er zum Sohn Gottes werden kann. Wir sind doch Kinder, denn Christus sagte ja nicht umsonst, das was ich kann und noch mehr könnt auch ihr, wenn ihr den Weg geht. Daher sollen wir in unserer Gemeinschaft nicht auf unsere Zahl schauen, nicht immer denken wir sind nur ein kleines Häufchen, denn es geht nicht um die Quantität, es geht um Qualität, um die Realität unseres geistigen Tuns. Je mehr wir tun, davon überzeugt sind, dass wir es tun können, dass wir die Aufgabe von Gott haben es zu tun, nämlich an das Gute zu glauben, vom Guten überzeugt zu sein, im Guten leben, umso größer wird unserer Strahlkraft und Wirkung. Betrachten wir doch z.B. unsere Sonne oder die Sterne am Himmel. Es geht nicht um die Größe der Sterne, es geht um die Ausstrahlung. Je stärker das Licht ist, das ein Stern ausstrahlt, umso weiter leuchtet er, umso größer ist sein Einflussfeld auf Welten und Gestirne.
Die Sonne ist sehr weit von uns entfernt; sie ist 150mal weiter entfernt als ihr Durchmesser beträgt. Man kann sich z.B. vorstellen, dass ein Euro Stück ungefähr in 7,5 Meter Entfernung, die Sonne ist. Wenn aber dieses Eurostück in 7,5 Meter Entfernung keine Ausstrahlung hat, so nützt es uns überhaupt nichts. Erst die Ausstrahlung, das Licht, die Kraft und die Wärme machen die Sonne zu Sonne, macht sie aktiv und bewirkt, dass sie neues Leben auf einem lichtlosen Planeten, so wie es unsere Erde war - hervorzaubert.

Wir alle haben den göttlichen Funken in uns. Der eine hat ihn mehr aktiviert, der andere weniger, beim anderen schlummert er zugedeckt unter der Asche der materiellen Gewohnheiten, Ängste und Sorgen um irdische Belange.

Aber wenn wir diesen göttlichen Funken in uns erwecken, von der Existenz dieses göttlichen Funkens überzeugt sind und sein Wirken in uns täglich erleben, dann wird dieser zur Sonne, die durch den Menschen strahlt. Diese Ausstrahlung wirkt auf andere Menschen anregend, und das ist das Geheimnis, wie sich das Gute verbreitet.
Es ist das Gegenteil von dem Bösen. Das Böse verbreitet sich wie in Parasit, der uns Kraft nimmt, uns schwach und unfähig machen will oder noch mehr: uns vorgaukelt unfähig zu sein.
Das Gute hingegen wirkt durch die Kraft, die wir aufnehmen und abgeben, indem wir uns im Kraftfeld Gottes bewegen, uns diesem hingeben mit unserer Überzeugung, und vor allem mit unserem Glauben. Vertraue und glaube, es hilft es heilt die göttliche Kraft, sagte Bruno Gröning, und weiter, glauben sie nur, dann wird ihnen geholfen. Es gibt Situationen, in der der Mensch vermeint sagen zu müssen, das geht nicht, das gibt es nicht, das ist unheilbar und nimmt somit sich selbst und anderen die Hoffnung. Und es gibt sogenannte Fachleute, die sich dazu berufen fühlen dem Menschen die Hoffnung zu nehmen, indem sie zugeben, dass die ärztliche Kunst bei ihnen am Ende ist und sie sich damit abfinden müssen.
Wir aber haben Bruno Gröning und vor 2000 Jahren Jesus Christus gehabt, die bewiesen haben, dass es nicht stimmt. Es liegt also an Ihnen zu glauben, und die Hürde der scheinbar folgerichtigen „logischen“ Denkweise zu überspringen. Je mehr wir das Gute, die göttliche Kraft und den tiefen Glauben in uns aufnehmen, umso weniger gelten die Erfahrungs-gesetze der menschlichen Erkenntnisse. Man darf den Ärzten keinen Vorwurf machen, denn normalerweise, oder sagen wir menschlicher Weise haben sie Recht, deshalb Recht, weil in der Sphäre der Energielosigkeit verschiedene Dinge nicht zu ändern sind.
Das berühmte Bibelzitat laute: Der Glaube kann Berge versetzten. Dieses Zitat hat Bruno Gröning noch bekräftigt, indem er sagte. Der Glaube versetzt Berge! Er hat sogar das kann weggelassen. Denn sogar das birgt den Zweifel, die Unvollkommenheit in sich. Nur der unbedingte Glaube und die Bereitschaft zu empfangen, ohne Zweifel und Fragezeichen, bewirkt diese sogenannten Wunder, die man immer wieder in Lourdes und an anderen heiligen Plätzen erlebt, wo man sagt, ja, das waren eben begnadete Menschen. Nein - sie haben nur eines getan: Sie haben geglaubt ohne Fragezeichen und waren von der Wirksamkeit des Göttlichen überzeugt, ohne sich dabei zu begrenzen; also liegt es am Menschen und nicht an Gott.
Wie sieht es nun mit der Gewalt beziehungsweise der Gewaltlosigkeit in unserem mitmenschlichen Zusammenleben im Alltag aus? Es ist eine Gratwanderung, denn mit Bestimmtheit oft handeln zu müssen ist etwas anderes, als mit Gewalt durchzusetzen. Diese ist immer mit einem Schaden für andere verbunden, also mit katastrophalen Folgen. Oft werden Menschen als Befehlsempfänger missbraucht, um schreckliche Verbrechen zu begehen. Sie werden verlockt und verleitet mit falschen Vorspiegelungen von Realismen, die gar nicht existieren. Ebenso werden aus Angst vor persönlichen Nachteilen und Folgen auch oft Dinge getan, die nicht gerechtfertigt und lediglich dem irdischen Dasein angepasst sind. Die Angst ist dabei immer stärker, als das Vertrauen zur Hilfe Gottes, weil das Wissen um die Unbegrenztheit des Lebens, nicht im menschlichen Bewusstsein verankert ist.
Seien wir doch einmal bereit nur Werkzeug zu sein für das Göttliche, Glauben wir doch endlich einmal daran – Werkzeug sein zu können. Üben wir die Zweifel abzulegen, Es ist schwer für uns, weil wir gewohnt sind verkehrt zu denken und zu empfinden. Wir sind ja zumeist schon in negativen Denkformen erzogen worden, zum Beispiel: „Man soll Gott fürchten- und nicht lieben.“ Und so ist es für manchen Menschen jetzt schwer, aus dieser kindlichen Vergangenheit herauszukommen und sie durch Glauben zu überwinden. Zu sagen: Ich bin ein gläubiger Mensch, ich bete und bitte, das ist zu wenig. Der Glaube in der Tat ist das Entscheidende und bringt eine positive Auswirkung.
Nicht sehen und doch glauben – das ist das Geheimnis. Der Mensch hat kein Recht zu sagen: zuerst will ich den Beweis, deshalb kein Recht, weil er sich selbst durch seine negativen Gedanken mitschuldig in diese missliche Lage gebracht hat und noch mehr, weil er sich selbst begrenzt und für unfähig hält. Bedenken wir doch: Warum gibt der Mensch viele Milliarden für Rüstung aus? Weil er Angst vor den Menschen hat, also nicht das Vertrauen zu seiner eigenen Gattung. Weil er immer glaubt der andere ist böse. Was heißt böse? Wie ist er denn selbst? Alle sind Menschen, sind Familien die Angst haben, und im Grunde genommen Frieden haben wollen. Allein wenn wir uns in den Göttlichen Schutz begeben, können wir sicher sein, dass wir gelenkt und geleitet werden, das ist unser Trost. Wie sagte doch Jesus: Wer an mich glaubt, wer mir nachfolgt, der wird den Tod nicht schmecken. Ja, so gesehen natürlich nicht.
Eine Gemeinschaft dient nur dazu, um heilende Kraft zu empfangen und gestärkt nach Hause zu gehen, sie dient dazu, sich selbst zu erkennen und sich von seiner Begrenztheit zu befreien. Erst wenn wir freie Geistwesen werden, die das Werkzeug Körper beseelen, dann können wir eine Aufgabe erfüllen, nämlich die Aufgabe, dazu beizutragen, dass diese Erde gerettet wird. Das ist das Wichtige, dass dieser Schulungsplanet erhalten bleibt, und dass noch viele Millionen Menschen die Gelegenheit haben, von Gott einen Körper als Werkzeug zu erhalten, damit sie lernen können und fortschreiten auf dem Weg zur Erkenntnis. Somit ist unsere Aufgabe eine ungeheuere und geht über unser Leben weit hinaus. Dann sind wir Arbeiter im Weingarten des Herrn und sind mitverantwortlich, dass dieser Weingarten auch Früchte trägt und nicht immer das Unkraut des Widersachers die Rebstöcke kaputt macht.
Das Gleichnis vom Weinberg ist in der heutigen Zeit kein Gleichnis mehr, sondern bittere Realität. Der Mensch hat die Atmosphäre verseucht und verseucht sie noch weiter sodass sogar jene Eichen in Deutschland, die alle Kriege überlebt haben – sogar den 30 jährigen Krieg, jetzt sterben. Es wird ihnen der Lebensnerv durch die Dummheit und Habsucht der Menschen genommen. Wir wissen, es ist eine Minute vor zwölf. Wenn Bäume und Pflanzen sterben, dann sterben auch die Menschen, denn die Pflanzen sorgen für den Sauerstoff den wir einatmen, und daher sind wir mehr denn je für das Wohl dieser Erde verantwortlich.
Was noch zu bedenken ist – es gibt Methoden, mit denen man die Welt nicht verschmutzt. Nur muss man vom Öl wegkommen und das passt manchen Magnaten nicht. Wir müssten schneller vom Öl weggehen, als es die Wirtschaft angeblich verkraften kann, doch es ist alles relativ. Wenn man das Öl nicht verbrennt, so braucht man es dennoch für wichtige chemische Stoffe, aber es geht natürlich langsamer. Und so sollte der Mensch nicht aufrüsten, sondern sich umstellen. Er sollte diese Beträge in Erfindungen investieren, von denen es schon einige gibt, damit die Umweltverschmutzung gestoppt wird. Man muss sich einmal vorstellen: Wenn jetzt in diesem Augenblick kein einziges Staubteilchen, Rauchteilchen mehr in die Atmosphäre gelangen würde, bräuchte die Atmosphäre trotzdem 80 bis 100 Jahre, um wieder so rein zu werden, wie sie einmal war.
Das soll nicht bedeuten, dass es zu spät ist. Es ist nie zu spät. Wenn wir uns einstellen ist es wichtig, nicht nur für uns um Kraft und Hilfe zu bitten, sondern für die ganze Welt – gleichgültig, ob für Menschen, Tiere oder Pflanzen, Die ganze Welt braucht die Umkehr – den Weg aus der Enge in die Freiheit der geistigen Sonne, aber wir müssen das vollziehen, weil die Menschheit es verschuldet hat. So wie das Ungute von wenigen ausgegangen ist, wird auch das Gute von wenigen ausgehen und die anderen werden es übernehmen, damit ist dann diese Krise überwunden, Denn nicht nur wir sind in der Krise, wenn wir keinen Glauben haben, sondern die gesamt Entwicklung dieses Planeten. Daher ist es so wichtig, dass jeder bewusst mittut. Wir haben die Aufgabe, mitzuarbeiten am Schöpfungswerk Gottes, das ja noch lange nicht zu Ende, sondern immer noch im Aufbau begriffen ist.

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Alfred Hosp „Unser Weg Juli/August 2005

aktualisiert: 21.12.2008