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Abschrift des stenografischen Protokolls einer Rede Bruno Grönings vom 17.10.1949 in Rosenheim, Pleßkeller, an der Innbrücke
Meine lieben anwesenden Kranken!
Erwarten
Sie von mir nicht viele Worte. Ich will jetzt weniger Worte, aber dafür
meine Taten sprechen lassen und um dieses bewältigen zu können, muss es
nun so kommen, wie ich das von Anfang an in Aussicht gestellt habe;
nämlich Heilstätten zu errichten. Heilstätten deshalb, um nicht wie
bisher, gleich wo ich auftauche, von Menschen bestürmt zu werden.
Soweit ich die Erfahrung hier gesammelt habe, ha-ben viele, viele
Menschen, die in Massen vor mir standen, immer das erhalten, was sie
sich schon seit Jahren und Jahrzehnten erhofft haben und das war die
Gesund-heit. Aber trotz alledem will ich Ihnen die Sicherheit geben,
dass der eine und der andere, der tatsächlich geheilt ist, nie mehr von
schmutzigen Mäulern wieder zurückgerissen werden kann. Meine Absicht
liegt darin, Menschen mit organischen Leiden eine vorärztliche und dann
eine nachärztliche Untersuchung zu geben, ob und inwieweit der eine und
der andere geheilt ist oder sich auf dem besten Wege der Heilung
befindet. Wie üblich war es immer so, wenn Menschen sich irgendwo
ansammelten und ich zu ihnen gesprochen habe, so glaubten sie, sie
müssten mir ihre Sorgen, ihr Leiden einzeln aufzählen. So hat jeder
Mensch diesen Gedanken gefasst: „Was mir zuteil wird, möchte ich auch
für meine Angehörigen erbitten.“
Aber Derartiges ist alles nicht notwendig. Ich will Ihnen das Leben
viel viel leichter einrichten, das heißt ich will Ihnen das so leicht
machen, dass Sie mir überhaupt nichts sagen, dass Sie überhaupt nicht
mehr zu mir kommen brauchen, sondern schon zu Hause ebenfalls gesunden
können.
Der beste Beweis dafür ist der, dass, wie den vielen Menschen, die sich
um mich zu scharen gewusst haben, bekannt, die Fernheilungen schon ein
großes Ausmaß angenommen haben und ebenfalls die Bestätigungen immer so
eingetroffen sind, wie ich das in kurzen Worten den Bittenden gesagt
habe.
Auch muss ich Ihnen zu wissen geben, dass Sie, wenn Sie mich um Hilfe
für einen Kranken bitten, mir nicht den Namen, nicht die Wohnung, auch
nicht die Krankheit zu sagen brauchen.
Ich weiß, dass mich die Eingebung so weit bringt, dass ich zu allem in der Lage bin, Menschen zu helfen und Menschen zu heilen.
Ich will Ihnen auch heute zum ersten Mal öffentlich mitteilen, was noch
weiter in meinem Programm liegt. Denn wenn ich sage „Menschen helfen
und heilen“, das haben wenige Menschen für bare Münze genommen. Helfen
insofern, dass ich dem einen oder anderen helfen will auf allen Wegen
helfen den Menschen, die wegen eines jahrelangen Leidens schon vieles
daran gesetzt haben, ihr Hab und Gut dafür hergegeben haben. Man
braucht mir nur das Vertrauen entgegenzubringen, nicht nur in die
Augen, sondern überhaupt, gleich wo der Mensch sich befindet. Aber das
Schwerste hierbei ist, dass der Mensch dem göttlichen Glauben, den er
in sich führt, auch genau nachgibt und dementsprechend lebt.
Es soll nicht nur so sein, wie Menschen sich das bisher vorgestellt
haben, dass sie einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins
Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre das wieder für die
Woche abgetan, und er kann sich bewegen, wie er gerade Lust und Liebe
dazu hat. Das ist falsch. Wenn ich sage: „ich glaube an den Herrgott“,
so muss ich auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein und
muss mich dementsprechend als Mensch auch bewegen und muss auch zeigen,
dass ich ein guter Mensch bin. Ich sage nach wie vor: Liebe deinen
Nächsten mehr als dich selbst!
Nun will ich von dem nicht abkommen, indem ich sage "helfen“. Helfen
insofern, indem ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die ihr Hab und
Gut wegen ihrer Krankheit verausgabt haben. — Kleine Stenogrammlücke —
Meine Absicht liegt darin, die jetzt im letzten Krieg zerstörten
Kirchen wieder aufzubauen und, wo dringend notwendig, auch in den
einzelnen Gemeinden neue Kirchen entstehen zu lassen. Auf der anderen
Seite Menschen, die ihr Hab und Gut durch ihre Krank¬heit verloren
haben, wieder zu unterstützen, Menschen, die ihr Hab und Gut durch
diesen Krieg verloren haben, wieder ein neues Heim zu geben.
Und deshalb wird es in Zukunft so aussehen, dass nicht ich persönlich,
sondern mein Werk — und das ist der Ring, von dem Sie in nächster Zeit
zu hören bekommen werden — Sammlungen am laufenden Band durchführen
wird, das heißt, dass Menschen, die es haben, hierfür Spenden geben,
damit wir die armen Menschen, die Armen bisher Kranken, auch
unterstützen und ihnen helfen können und so bleibt auch nicht aus, was
auch dringend notwendig ist, dass Sachspenden angenommen werden, nicht
heute, auch nicht morgen. Von diesem allem werden Sie noch mehr zu
hören und zu lesen bekommen.
Wie hier, wie ich Samstag erfuhr, dass viele Menschen am Traberhof
waren, die von auswärts gekommen und ihr letztes Geld aufgebraucht
hatten und jetzt nicht einmal in der Lage waren, die Heimfahrt
anzutreten und ich danke dem Herrn Pfarrer, der diesen guten Gedanken
erfasst, die Sammlung zu unternehmen, um die Einzelnen in dieser
Notlage zu unterstützen. Ich danke dem Herrn Pfarrer im Namen aller
Kranken.
Ich sagte zuvor, dass Sie ein guter Mensch sein sollen. Alle wie Sie
hier sind, haben Sie so manch ein Druckblättchen*1) in die Hand bekommen.
Einzelne von Ihnen haben es nicht gelesen, aber der größte Teil doch.
Das sind Menschen, die dies geschrieben haben, weil sie mit mir keine
Geschäfte mehr machen konnten, da ich ihnen den Kampf angesagt und sie
sich aus Wut deswegen dagegenstellen. Und sie haben ganz schön dabei
verdient. Von mir aus können sie noch schreiben, was sie wollen. Ich
weiß aber in aller Kürze richtig zu antworten. Man soll mich richtig
verstehen: Viele von Ihnen werden gesagt haben: „Warum setzt der Mann
sich nicht zur Wehr?“ Nein, ich muss die Mäuse erst kommen lassen. Ich
kann sie doch nicht greifen, wenn sie nicht da sind. Ich weiß doch
nicht, wo sie sind und welches die Mäuse sind. Sie sollen erst kommen,
sie sollen erst etwas sagen. Sonst kann ich ja nichts beweisen.
Sie haben sich entlarvt und das ist schön. Wer das eine oder andere
geschrieben hat und ich werde diese Schmutzfinken herauszustellen
wissen.
Nun will ich mich bei meinem Wort nehmen. Wenig Worte, große Taten. Ich
könnte Ihnen ja von hier aus hunderte, tausende Fälle aufzählen, was in
den letzten Tagen passiert ist. Aber ich glaube, dass das gar nicht
mehr notwendig ist, denn Sie hören ja überall, dass viel Gutes schon
passiert ist. Wenn Sie Vertrauen haben, dann wer-den Sie sich damit
begnügen, dass ich nicht zu den einzelnen leicht Kranken gehe. Geben
Sie bitte Obacht, was jetzt weiter kommt. Viele von Ihnen haben bereits
ihre Schmerzen, bereits ihr Leiden verloren. Bitte nicht viel zu
befragen, sondern richtig durchgehen lassen. Es genügt so. Schwere
Leiden bitte genauestens darauf zu achten, dass sie es wagen können,
sich einer Nachuntersuchung von ärztlicher Seite zu unterziehen.
Wünschenswert wäre eine Voruntersuchung gewesen. Ich bitte, aber
mindestens drei Tage verstreichen zu lassen. Sie werden ja selbst
verspüren, dass Sie ein anderer Mensch geworden sind; ein neuer Mensch.
Das ist bei jedem, der in diesem Raume ist — ich schicke voraus, der es
verdient, dass ihm geholfen wird. Verdient hat es der Mensch — der an
den Herrgott glaubt und mit ihm in seinem Herzen lebt. Was gibt uns die
Veranlassung überhaupt untereinander bösartig zu sein? Ich sage: Liebet
Eure Feinde! Auch ich liebe meine Feinde. Nur eines muss ich ja tun,
dass ich sie herausstellen muss, damit jeder weiß, wer sie sind. Ich
bin sehr stolz darauf, dass ich bis zum heutigen Tage immer noch meinen
Todfeinden das Beste wünsche und das auch in Zukunft so bleiben wird.
Es braucht keiner zu fürchten, dass ich ihm Angst einjagen will. Nein, er soll nur das tun, was er nicht lassen kann.
Es ist Ihnen nicht unbekannt, wie es unter den Menschen heißt: hütet
euch vor denen, die der Herrgott gezeichnet hat. Menschen haben das so
auszulegen versucht, indem sie sagten: „die Kranken, die Krüppel sind
die Gezeichneten. Hütet euch vor denen“. Ich sage: nein! Die
Gezeichneten sind die, die sich jetzt selbst heraus¬stellen und die ich
nach und nach heraus zu stellen weiß. Das sind die schlechten Menschen,
das sind die Gezeichneten, denn die sondern sich von den guten Menschen
ab. Es gibt einzelne, gibt auch vielleicht viele, die selbst auf dem
besten Wege waren, schlecht zu werden. Jetzt weiß ich aber, dass sie
bereit sind, den guten Weg einzuschlagen und diesen auch beizubehalten
und ihm nachzugehen.
Kurz gesagt, diese „schlechten“ Menschen auszumerzen wäre auch falsch.
Denn wenn Sie wissen wollen und das auch verspüren wollen, dass es
tatsächlich einen Herrgott gibt, so ist dieses ja nur möglich, wenn es
hier und dort einzelne wenige Schlechte gibt und geben muss, damit Sie
auch den Unterschied verspüren. Sie müssen da sein und sie sind auch da
und sie bleiben auch da. Aber das sind einzelne und die Guten werden
sich von ihnen fernhalten. Das sind die Schlechten, das sind die
Gezeichneten.
Wenn der eine oder andere das nicht gleich verspürt, so dann später.
Ich bitte genau zu überprüfen, wieweit der eine oder andere gesund
geworden ist. Ich bitte mir dann den Bericht zukommen zu lassen,
Bericht mit ärztlichem Attest. Bei schweren Fällen bitte ich noch zu
warten. Jeder bekommt das Gefühl, wie weit er hergestellt ist. Den
Bericht bitte ich nicht an mich, sondern an „Zeitungsblitz Rosenheim“
einzusenden.
(Patient bedankt sich für Heilung)
Der Dank gehört nicht mir, der Dank gehört unserem Herrgott. Danken Sie
bitte nicht einmal, danken Sie immer Ihr ganzes Leben. Beweisen Sie es,
dass Sie tatsächlich ein gut gottgläubiger Mensch sind. Gehen Sie in
das Gotteshaus, beten Sie dort andächtig. Nicht wie bisher, dass
einzelne, vielleicht auch viele, nur dorthin gegan-gen sind, um zu
sehen, was der eine oder andere Mensch für Kleidung hat und über ihn zu
reden und vieles andere Schmutzige, was ich selbst mit eigenen Augen
und Ohren gehört und gesehen habe. Nicht nur jetzt, nein, überall wo es
mir nur irgend möglich war, in die Kirche zu gehen, gleich welche es
war, habe ich dort Derartiges erlebt, was Ihnen persönlich auch nicht
fremd ist. Das soll man nicht tun, wenn man zur Kirche geht, dann soll
man fromm und andächtig beten und dem Herrgott für all das danken, was
er Gutes an den Menschen getan hat. Ich weiß, dass viele den Glauben an
Gott verloren haben, und zwar deshalb, indem der eine und der andere
sagt: „ja, wenn es einen Herrgott gäbe, dann würden wir besser leben,
würde der Krieg nicht sein, würde er es nicht zulassen, dass Kirchen,
dass Wohnungen zerstört werden, dass wir aus der Hei¬mat vertrieben
werden“.
Ich will nicht sagen — und das Recht hat auch kein Mensch zu sagen —,
dass der Herrgott den einen oder anderen Menschen straft oder zu
strafen weiß. Ich sage dieses nach wie vor: Der Herrgott hat es nicht
nötig, Menschen zu strafen; dafür gibt es ja den Satan, den Teufel. Er
lässt diesen Menschen, der es nicht wert ist, unter dem göttlichen
Schutz zu bleiben, fallen. Der Teufel wartet auf diesen. Was der
anstellt ist seine Sache, dafür ist der Teufel. Der Herrgott versucht
nur in jeden Menschen das Gute hineinzubringen und dieses in ihm zu
festigen, soweit er den Glauben aufgenommen und gefestigt hat.
Wenn der eine oder der andere vorher nicht so große oder überhaupt
keine Schmerzen gehabt hat, darf er nicht schimpfen; im Gegenteil, er
wird es selbst verspüren, dass der Schmerz ein anderer ist, mit Wärme
durchzogen, das heißt durchblutet. Das ist der Regelungsschmerz. Wenn
dieser vorüber ist, dann geht die Gesundung an. Lassen Sie sich bitte
von schlechten Menschen nicht irreführen, wie es immer wieder hier und
dort einzelne wenige gibt, die sich dagegenstellen.
Ich werde mich nicht von dem abbringen lassen, was ich schaffen muss, schaffen will und auch schaffen werde.
Bei vielen oder einzelnen ist der Gefühlsnerv soweit herunter, dass sie
es nicht ver-spüren. Aber dass die Heilung vor sich geht, ist mir klar.
Viele kommen, haben überhaupt nichts verspürt, kommen nach Hause und
alles ist verschwunden.
Ich bin auch kein Wunderdoktor, wie man gesagt hat, ich bin ein Mensch,
der jetzt auf dem besten Wege steht, Menschen zu helfen und zu heilen.
Nun noch etwas ganz Neues: Menschen haben nichts unversucht ge¬lassen,
mit meinem Namen und meiner Person Geschäfte zu machen. Es befinden
sich auch Menschen auf dem besten Wege, mich einzufangen und
irgendwohin zu schleppen, auch mich zu vergiften, Aber da haben sie
kein Glück dabei. Die Angebote für diese Helfershelfer sind nicht zu
niedrig, von 20.000 Mark aufwärts. Wer Geschäfte machen will, den bitte
ich, sich diesen schlechten Menschen anzuschließen, kann schönes Geld
verdienen. Ich gebe Ihnen aber zu wissen, dass Sie dabei zu Fall
kommen. Es ist auch klar, wenn einem Menschen 20.000 Mark und noch mehr
an-geboten werden, um es möglich zu machen, mich einzufangen, so ist
die Garantie schon gegeben, dass man diesen Menschen nicht am Leben
lassen kann. Denn wenn er die 20.000 Mark in der Tasche hat, könnte er
eine Meldung machen. Also sind die Auftraggeber gezwungen, diesen, dem
sie das Angebot gemacht haben, zu beseitigen. Da kommt es ja nicht auf
so einen Menschen an. Also, wer Interesse hat, der kann sich dem ruhig
anschließen. Das Glück wird er nicht haben, mich einzufangen. Gestern
wurde mir mitgeteilt, dass eine Frau sagte: „den Gröning wollen sie
verschleppen, aber ehe er geht, muss er uns noch heilen“.
Sagen Sie es jedem Menschen, dass er einen Geheilten nicht be¬lästigen
soll, ihm nicht die Wohnung stürmen mit neugierigen Fragen. Wieweit und
wozu ich imstande bin, Menschen zu helfen und zu heilen, wird sich in
den Heilstätten herausstellen. Mir selbst ist es nicht unklar. Ich bin
heute erst 43 Jahre alt und habe es von meiner Kindheit an schon getan
und tue es auch weiter.
Für Kranke zu Hause geschieht es auf dem Fernwege.
Was ein Kügelchen für eine Kraft ist! Vorgestern kam eine Dame mit
schwerem Leiden, hat es verloren, indem sie sich von einer bekannten
Frau ein Kügelchen geborgt hatte. Sie hatte es wenige Minuten in der
Hand gehabt und war von ihrem Leiden befreit. Blinde bitte ich genau
Obacht zu geben, was da vor sich geht. Ich habe die Absicht, sowie die
Heilstätten da sind, die Blinden einzeln zu nehmen, das heißt nur
Blinde zu nehmen. Gestern Nacht bekam ich Bestätigung von einem
Blinden, hatte 27 Jahre das Augenlicht verloren und sieht heute in
einem Abstand von 1/2 Meter.
Wer es verdient, dass ihm geholfen wird, dem wird auch geholfen.
Viele von Ihnen waren in gewissen Augenblicken etwas neugierig, um
etwas zu se-hen. Das ist falsch. Jeder soll auf seine Glieder selber
achten.
Bei den Blinden ist Obacht zu geben, was mit den Augen geschehen ist.
Ich weiß nach wie vor, dass sie warm sind, ziehen haben. Die Blinden
müssen weiter darauf achten, das heißt noch mehr alles beobachten. was
da weiter geschieht. Wenn ich die Heilstätten habe, werde ich die
Blinden an einem Tage kommen lassen.
Sie können alle mit dem Trost nach Hause gehen, dass Sie das erhalten
haben,
soweit Sie es wert sind, geholfen zu werden. Aber ich bitte Sie nach
wie vor, gehen Sie zu Ihrem Arzt oder in eine Klinik, wenn Sie ein
organisches Leiden gehabt haben, und lassen Sie sich nach wenigen Tagen
untersuchen. Und all dieses schicken Sie mir dann ein, das heißt über
die Zeitung.
Und außerdem bitte ich Sie jetzt, nicht noch einmal zum Traberhof zu
gehen. Einst-weilen werde ich dort nicht sein, weil ich viel unterwegs
sein muss, um so schnell wie möglich die Heilstätten einzurichten und
herzurichten, dass ganz schwer Kranke
einige Tage dort festgehalten und soweit gebracht werden, dass sie
gehfähig sind, genauso wie die Blinden, dass sie sehen können.
Ich sage nach wie vor: ich bin so geschaltet, dass ich Sie alle gesund wissen will, einen wie den andern.
Warten sollen Sie zu Hause, bis ich Sie rufen lasse durch Presse und Rundfunk.
Außerdem gebe ich Ihnen zu wissen, dass jetzt in Kürze der Film laufen
wird, und zwar ist es ein Dokumentarfilm, woraus Sie ersehen werden,
wie das alles vor sich geht. Und weitere Filme werden noch folgen,
sodass ich nur noch wenige Worte zu sagen brauche und Sie aus dem Film
soweit informiert werden, wie Sie sich über-haupt zu verhalten haben.
Und niemals den Mut sinken lassen, wenn man Ihnen auch schon gesagt
hat: „da können wir nicht mehr helfen“. Da macht es mir am meisten
Spaß, wo die Hilfe schon versagt hat.
Jetzt will ich Ihnen mit auf den Weg geben, wie ich zuvor schon sagte,
für die Kranken, für die Sie gekommen sind, mit dem Gedanken, für sie
Hilfe zu holen. Auch ihnen ist zu helfen. Einen recht herzlichen Gruß
von mir. Sie kommen nach Hause oder Sie kommen dort zu dem Kranken und
Sie werden sehen, dass eine Besserung eingetreten ist: Sehen Sie auf
die Uhr. (Es ist 17:30 Uhr)
In der Hoffnung, dass Sie mich alle gut verstanden haben und in der
Hoffnung, dass Sie das erhalten haben, was Sie sich erwartet, werfen
Sie bitte nichts ab, behalten Sie es. Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen
heute einmal Egoist sein. Dann bitte ich Sie nochmals, sowie der eine
oder andere unter Ihnen die Gesundheit erhalten¬ hat, mir das
schriftlich einreichen zu wollen. Vergessen Sie bitte nicht, eine
genaue Untersuchung vornehmen zu lassen, sodass das ärztliche Attest
mit beigefügt wird. Ihrer Bestätigung bitte ich auch gleichzeitig
einzelne Zeugenunterschriften
beizufügen, denen Ihre Krankheit bekannt war. Dieselbe ist einzureichen
an die schon genannte Zeitung hier in Rosenheim.
Und nun bitte ich Sie, diesen Raum friedlich zu verlassen. Gehen Sie
nach Hause und lassen Sie sich von den schlechten Mäulern nicht stören.
Lassen Sie sich von ihnen nicht beeinflussen oder aber tun Sie das, wie
ich schon gesagt habe, unterstützen Sie diese. Nehmen Sie das Alte, das
Schlechte wieder zurück, lassen Sie sich mit Geld bestechen, damit Sie
den Auftrag erhalten, Schlechtes zu tun.
Ich weiß, dass keiner unter Euch sein wird, der Derartiges tut. Aber
ich scheue auch davor nicht zurück und werde all das Gute, das ich
bisher den Menschen getan, noch weiter tun, solange ich lebe.
Damit möchte ich mich von Ihnen verabschieden, indem ich Ihnen von ganzem Herzen das Allerbeste wünsche.
Auch Mütter, die mit Kindern da sind, sollen Vertrauen haben. Es ist
nicht das erste und das letzte Kind, das geheilt worden ist. Ich will
alle gesund wissen.
Menschen sagen: „ich muss gesund werden“. Sie müssen sagen: „ich werde gesund“, denn verlangen kann er nichts.
*1) Bruno Gröning bezieht sich hier auf das Flugblatt „Gröning entlarvt“, herausgegeben von Michael Graf Soltikow.
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Quelle:
FREIE ARBEITSGEMEINSCHAFT BRUNO GRÖNING (Hrsg.): Das Tor zum Weg
(Stephanskirchen bei Rosenheim 1969) Nr. Pfingsten, S. 5-11
aktualisiert: 21.12.2008
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