Freunde von
Bruno Gröning

Kugel von Bruno Gröning

 


zurück      


Bruno Gröning - Auszug aus dem Vortrag in Springe 1958
(CD Einführungsvortrag)


Liebe Freunde, so ich heute über das Tonband zu Ihnen spreche hat seinen Grund, erfüllt aber auch ebenso gut seinen Zweck. Ich weiß nicht viel, liebe Freunde, ich weiß weiter nichts als nur das, was Menschen heute nicht mehr wissen. Und gerade deshalb sehe ich mich nicht nur veranlasst, noch viel weniger gezwungen, sondern ich sehe dieses als meine Pflicht an, jeden Menschen soweit dahingehend zu belehren, zu wem er gehört, was für ein Geschöpf er ist, und wie er die Schöpferkraft in sich aufnehmen kann, um auch Herr seines Körpers zu werden.

Mir ist sehr gut bewusst, dass der Mensch ein sündhaft gewordener Mensch ist, und dass der Mensch in diesem Sündhaften nicht nur verblieben ist, sondern es noch gefördert hat. Gefördert deshalb, weil er sich von viel des Unguten verlocken und verleiten lies. Er ist dieser Sünde so verfallen, dass er selbst nicht mehr das Bewusstsein hat, dass er ein wirklich wahres göttliches Geschöpf ist. Er weiß wirklich nichts mehr von sich, sodass er gar nicht mehr glauben kann, dass er sogar verpflichtet ist, hier in der göttlichen Ordnung zu leben. Der Mensch wird durch das Böse doch nur zum Bösen geführt, alleine nur deshalb, um aus all dem die Lehre zu ziehen und die Erkenntnisse zu sammeln, dass er sich von dem Bösen löst, und dann den Weg so geht, wie Gott ihn für jedes Lebewesen bestimmt hat. Was der Mensch mit in sich, in seinem Körper trägt, ist ihm bei weitem nicht mehr bewusst.

Der Mensch spricht so oft von sich, indem er sagt, er sei ein Denker. Ich drücke mich ganz deutlich aus, indem ich Ihnen wirklich nur das Wahre sage, dass er von hier aus gesehen, zu einem wirklich wahren „Stänker“ geworden ist. Der Mensch, der das Unzufriedene in sich aufgenommen, ist verpflichtet, das, all das, was er in sich aufnimmt, wieder weiter zu geben. Und folglich lebte er daher in dem Glauben, all das was er tut und lässt, das wäre so richtig. Denn viele seiner Vorfahren haben das Gleiche getan. Sie waren und sind jetzt erst recht dem Irdischen total verfallen, sie sind dem Irdischen ausgeliefert. Der Mensch selbst lebte auch in dem Glauben, dass, wenn er über ein irdisches Wissen verfügt, er mehr sei als der, als sein Nächster, der über das Wissen noch nicht verfügt. Der Mensch ist nicht nur klein, sondern er ist dadurch leichtgläubig, bzw., aber auch abergläubisch geworden. Wie und woraus dieses alles entstanden ist, liebe Freunde, würde jetzt in kurzen Zügen, wenn ich mich hier so ausdrücken würde dann doch zu weit führen, um jetzt auf alle näheren Einzelheiten einzugehen. Und daher will ich’s Ihnen sehr, sehr leicht machen, indem ich mich jetzt auf das Wichtigste beschränke.

Wenn ich jetzt die Frage an Sie richte, die Frage an jeden einzelnen der Anwesenden, dann wird jeder mir diese meine Frage nicht so beantworten, wie er sie beantworten müsste, sondern er wird sie mir so beantworten, wie er es gewohnt ist. Mit diesem gebe ich Ihnen das Wissen, dass jeder Mensch einer Macht, das ist die Macht der Gewohnheit verfallen, dieser gar ganz ausgeliefert ist und sich von dieser auch nicht mehr lösen kann. Er lebt einfach in dem Glauben, dass das alles so richtig sei. Liebe Freunde, ich glaube nicht, dass Sie heute hier zusammen gekommen sind, um jetzt all Ihre Sorgen und Nöte aufzuzählen. Sie würden klagen, Sie würden so ein verzagendes Wort, so verzagende Worte über Ihre Lippen bringen, dass Sie dadurch bei Ihren Nächsten, womöglich bei all Ihren Nächsten das größte Mitleid erwecken. Denn ich weiß, Sie sind es gewohnt, nur darüber zu sprechen was Sie bisher bedrückte, was Sie als Übel an Ihrem eigenen Körper empfunden, aber nicht nur da haben Sie Halt gemacht, sondern was Sie auch als Übel um Ihren Kör-per empfunden haben; was Sie sehen, was Sie hören, was Sie riechen, was Sie schmecken und auch was Sie fühlen. Vieles ist Ihnen zum Übel geworden, aber nie sind Sie zu dem Bewusstsein gekommen, erst mal dass Sie selbst die Schuld daran tragen, dass Sie, das heißt Ihr Körper von dem Übel erfasst wurde, wie das Übel in Ihrem Körper aufstieg und sogar zu guter Letzt den ganzen Körper erfasste, sodass Sie weder ein noch aus wussten indem Sie alles Mögliche versuchten, um von diesem Übel frei zu werden.

Und logisch, Sie haben hier und dort von Ihren Vorfahren, von vielen Ihrer Nächsten gehört und auch gesehen, wie er, der Mensch, über das Böse klagte, ohne zu wissen, dass er selbst es ist, der dem Bösen den Einlass in seinen Körper gewährte, indem er dem Leid verfiel, statt seinem Nächsten, der von dem Leid behaftet ist, zu befreien, ihm zu helfen. Dieser guten, göttlichen Kräfte war er sich nicht bewusst. Er ist sich auch nicht bewusst, dass er dazu bestimmt ist, bestimmt ist für ein Erdenleben. Solange Gott für ihn diesen seinen Körper bestimmt hat, hat er auch bestimmte Pflichten hier in diesem Erdenleben zu erfüllen. Aber all diese Pflichten sind ihm bei weitem überhaupt nicht mehr zum Bewusstsein gekommen. Er glaubte nur, dass er hier auf dieser Erde sei, um hier zu schaffen, um sich eine Existenz zu gründen, um einen Beruf zu erfassen; und dann, womöglich - wie es einzelne wenige gibt - nur daran denken, hierdurch, das heißt durch ihren Beruf, nicht Berufung, sondern Beruf, ihr Leben sich so gestalten, dass sie sagen, dass sie über alles verfügen können, und dass ihnen alles zur Verfügung steht, deshalb, weil sie sich der irdischen Macht bemächtigt, weil sie nur an den Mammon gedacht, nur des Geldes wegen hier geschaffen haben, um sich dadurch alles mit Geld erkaufen zu können.

Aber, liebe Freunde, hier gibt’s noch viel, viel mehr zu sagen. Ich streife alles nur kurz. Aber ich glaube, dass Sie mich verstehen, und dass Sie aus diesem Verstand dann auch zur Erkenntnis kommen, dass Sie selbst es sind, auf den es ankommt. Denn Sie wollen mir doch nicht weis machen, Sie wollen doch womöglich nicht sagen, wie viele Menschen von sich aus behaupten, hier kommt es auf den Gröning an. Und der Gröning muss dieses und das und jenes so tun, wie ich es will, so wie ich es gewohnt bin, wenn ich hier und dort bei den einen wie bei den anderen Hilfe gesucht habe. Der Mensch ist sogar dazu übergegangen, zu verlangen, dass man das Übel, das er an seinem Körper wirklich wahrgenommen hat, dass er wahrgenommen, dass sein Körper schwach geworden ist, dass man das Übel noch behandelt. Liebe Freunde, da haben Sie mich von vornherein total verkannt. Das heißt, damit sage ich, dass Sie mich bei weitem noch nicht erkannt; dass ich nur das weiß, wozu ich auf dieser Erde bin, und dass ich hier weniger Wert auf einen Beruf lege, sondern dass ich hier nur eines zu erfüllen habe, das eine, meine Mission, nicht meinen Beruf, sondern meine Berufung, meinen Nächsten zu helfen.

Ich weiß, liebe Freunde, dass sehr viele sagen werden, ja was heißt hier, sich um den Nächsten kümmern, jeder ist sich selbst der Nächste, ich habe mit mir selbst, mit meiner Familie, mit meinen Nächten soviel zu tun, was soll ich mich noch um andere kümmern. Dieses alles liebe Freunde, ist mir sehr gut bekannt. Auch unter Ihnen befinden sich einzelne, nee, eher gesagt mehrere, die in dem gleichen Glauben gelebt, dass sie all das so tun mussten, wie sie es gewohnt sind. Dazu gebe ich Ihnen die eine Bemerkung: Liebe Freunde, so Sie doch oft oder immer nur alles Mögliche versucht haben, er-suche ich Sie, dass Sie diese vielen Versuche, die Sie an sich selbst und an Ihren Nächsten angestellt, einstellen sollen. Ich ersuche Sie, dass Sie von nun ab den Weg gehen, der für Sie, der für jeden Menschen, für jedes Lebewesen von Gott bestimmt ist. Solange Sie sich mit dem Übel abgeben - wie Sie doch auch wahrgenommen, dass Ihr Körper in die größte Unordnung geraten ist – solange halten Sie es fest. Sie selbst müssen es sein, der die Ordnung bejaht, der zur Ordnung steht, und der all das tut - so er sich in dieser Ordnung schon bewegt, dass er auch in dieser Ordnung verbleibt - und der weiterhin gewillt ist, diesen Weg der Ordnung so zu gehen, wie er ihn gehen muss. Und somit wird er die Ordnung auch in seinem Körper soweit dahingehend wahrnehmen, dass er sich selbst sagen wird, jetzt lebe ich wirklich in der wahren göttlichen Ordnung. Denn nicht nur um meinen Körper ist jetzt die Ordnung, nein, sondern auch in meinem Körper. Und dass im Körper die Ordnung ist, ist ausschlaggebend, somit wird auch um diesen menschlichen Körper die Ord-nung herrschen. Das heißt, die Ordnung ist Gott, da wird Gott herrschen. Denn der Mensch selbst ist nicht in der Lage, seinen Körper soweit dahingehend zu beherrschen, da er nie gewusst, und auch nie gewollt, für seinen Körper das aufzunehmen, was für ihn bestimmt ist. Dass er, der Körper, genügend Energien, über genügend Energien verfügt, die er ja zuvor aufnehmen muss, um mit und durch diese Energien seinen Körper den ersten Befehl zu geben, dass er nicht was, sondern das zu tun hat, was der Mensch gerade will. Dazu ist ihm der Körper beigegeben. Der Köper ist unser Werkzeug. Wie wir im Ganzen gesehen, alle nur ein Werkzeug Gottes sind. Aber wir selbst haben auch ein Werkzeug, wir sind Gott gleich. Und das erste Werkzeug, sage ich noch einmal, ist unser Körper. Und wir können mit diesem Werkzeug, mit unserem Körper all das tun, was wir wollen.

Nun, Freunde, so Sie ab jetzt in dem wirklich guten, in dem göttlichen Glauben leben, werden Sie aus der guten, göttlichen Gedankenwelt gute, wirklich göttliche Gedanken empfangen, und diese Gedanken werden Sie da dann auch zur Tat bewegen. Das heißt, Sie werden dadurch Ihren Körper befähigen, deutlicher gesagt, befehlen, dass er dieses, das und jenes, wie Sie es gerade wollen, zu tun hat. Und Sie werden dann auch feststellen, dass der Körper diesen Schick, die Geschicklichkeit soweit dahingehend aufbringt, sodass er imstande ist auch das zu bewältigen, was er zu bewältigen gedacht. So ich jetzt sage, zu bewältigen gedacht, liebe Freunde, damit sage ich, dass dieser Gedanke, den Sie aufgenommen, was Sie als gedacht halten, ist es ja, der Sie und Ihren Körper zu all dem bewegt. Ich gebe Ihnen eine kleine Lebensweisheit mit auf den Weg. Geben Sie Acht, liebe Freunde, ich spreche diese Lebensweisheit, die ist nur von mir. Sie können sie auch außer Acht lassen, können sie beiseite werfen und sagen, Quatsch, was der da redet, was soll ich mit den Lebensweisheiten, was soll ich mit seiner Lebensweisheit, das alles ist mir gleich. Aber nicht gleich, wenn ich Ihnen das verschweige, nein, ich sehe hierin meine Pflicht, den Menschen weiter nichts als nur das zu sagen, was ich ihnen an Wahrheit zu sagen habe. So ich diese Lebensweisheit gesprochen, können Sie die gleich nicht in Abschrift haben, Sie können sich diese abschreiben. Ich werde sie hier dem Begleiter dieses Tonbandes aufschreiben und Sie können sie dann auch abschreiben:

Der Mensch handelt nach seinem Willen. Wie der Wille, so der Gedanke. Der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat. Willst du das Göttliche erleben, so musst du danach streben. Liebet das Leben – Gott. Gott ist überall.

Und zum Schluss, liebe Freunde, werden Sie jetzt aus dem Wenigen erkennen können, was ich dazu noch zu sagen habe:

Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht.

Liebe Freunde, so Sie diese meine Lebensweisheit verstanden haben, werden Sie auch genau das wissen, was Sie sich selbst schuldig sind. Ich weiß genau, dass Sie viel, dass Sie all das nicht mehr gewusst haben, was Sie sich selbst schuldig gewesen sind. Nun, was führt Sie zur wirklich göttlichen Ordnung? Glaubten Sie vielleicht, so Ihr Körper nicht nur in vollster, sondern schon zum Teil oder aber auch in größte Unordnung geführt ist, dass Sie den Weg so, mit so einem verschmutzten, mit einem verdreckten Körper den Weg zu Gott gehen können? Liebe Freunde, Sie haben das Übel in sich groß werden lassen, indem Sie ja niemals das dazu getan haben, dass das Übel aus Ihrem Körper schwindet. Im Gegenteil, durch diese vielen Versuche ist Ihr Körper dem Übel verfallen, dem Übel soweit dahingehend ausgeliefert, dass dadurch der Körper ganz vom Übel behaftet und dass Sie dadurch erst recht um die guten, göttlichen Kräfte gekommen; dass Sie nicht mehr Herr Ihres Körpers wurden, nicht mehr über die Kraft verfügten, um das Übel abzustoßen, nicht einmal den Willen gehabt, sich von dem zu lösen, sondern nur alles Mögliche versucht haben, das Übel zu behandeln.

Grundsätzlich, liebe Freunde, unterscheide ich mich von einem Mediziner und Heilpraktiker. Denn diese beiden Menschenarten haben die Aufgabe gestellt erhalten, worin sie auch ihre Pflicht und Schuldigkeit sehen, das so zu tun wie es ihnen gelehrt wurde, das heißt, das Übel zu behandeln. Wenn ich immer so oft von Übel spreche, liebe Freunde, so würden Sie für dieses Wort Übel und für das Wort Unordnung sagen - Krankheit. Auch hier stellen Sie fest, dass ich mit dieser nichts gemein habe. Es wäre grundfalsch, wenn ich jetzt auch dazu übergehen würde, das Übel zu behandeln. Und grundfalsch, liebe Freunde, ist es, so Sie sich in den Glauben versetzt haben, oder sogar jetzt in diesem Augenblick noch in dem Glauben leben, Sie müssten mir das Übel aufzählen. Sie müssen mir all Ihre Sorgen, all Ihr Leid soweit dahingehend klagen, dass Sie da dann erst glauben, glauben können, dass Ihnen geholfen wird. Diesen Gedanken alleine soweit zu führen, liebe Freunde, ist von vornherein falsch. Wenn Sie sich mit dem Übel abgeben und glauben, dass sie sich von dem nicht lösen können, weil es Sie zwickt oder gar schmerzt oder aber auch hindert, und das eine oder andere mit Ihrem Körper nicht mehr tun können, haben Sie doch weiter nichts wahrgenommen, als das, dass Ihr Körper in bester Unordnung ist. Also tatsächlich lebt er jetzt nicht mehr in der göttlichen Ordnung, sondern in der Unordnung. Und die Unordnung ist das Böse das den Menschen, den Menschenkörper derart herabwürdigt, dass er dem Bösen, dass er dem leibhaftigen Satan gleich ist, denn hier hat er, der Satan, sein Ziel erreicht. Es ist doch sehr einfach zu wissen, was jetzt der Körper nötig hat. Was Sie selbst nötig haben und zu dem auch Sie verpflichtet sind, in der wirklich wahren göttlichen Ordnung zu leben. Aber erst einmal müssen Sie doch den Anfang machen. Und ich sag’s Ihnen - ganz leicht diesen Anfang zu machen ist der, indem Sie sich einfach mit dem, das Sie als Übel empfunden haben nicht mehr abgeben, und dass Sie wissen, dass Ihr Körper die wirklich göttliche Ordnung nötig hat, und Sie die Ordnung in sich aufnehmen. Damit die Ordnung in Ihrem Körper zustande kommt, ist es Ihre erste Pflicht, Ihrem Körper jetzt das zukommen zu lassen, was Gott für ihn bestimmt hat. Und das ist die Kraft, das ist die Kraft Gottes, die jeder Mensch, so er gewillt ist sie aufzunehmen, auch aufnehmen wird. Und die göttliche Ordnung wird die Unordnung, wird all das Böse aus Ihrem Körper herausbefördern. Der Körper wird über Kräfte, wird über Energien verfügen, so dass all das was Sie im Körper als Unordnung empfunden, wieder geordnet wird. Denn die Ordnung, liebe Freunde, dürfen Sie nicht verkennen, das ist Gott selbst.

top

aktualisiert: 21.12.2008