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Vortrag von Bruno Gröning vom 4.Dezember 1958 für die Weihnachtsfeiern
„ An Stelle persönlichen Erscheinens .....“
Meine lieben Freunde!
Sie
werden soeben von Ihrem Gemeinschaftsleiter und auch von unserm Freund
Erich Pelz gehört haben, dass ich dieses Mal zu dieser. ihrer von mir
zugesagten Weihnachtsfeier nicht erscheinen kann. Außerdem wird
Fräulein Ludewig, die ich beauftragt und auch gebeten habe, Ihn`
Einiges hierüber zu sagen wissen. Es tut mir von Herzen so leid, dass
ich dieses Mal zu den bereits von mir zugesagten Weihnachtsfeiern nicht
persönlich erscheinen kann.
Ich weiß, dass Sie vorerst betrübt, wie auch enttäuscht sein werden,
allein deshalb, da Sie es von mir nicht gewohnt sind, dass ich so kurz
über lang allen meinen Freunden meine persönliche Anwesenheit entsagen
muss.
Es gibt hierfür nur einen einzigen Grund, den ich aus persönlichen
Gründen nur ganz kurz andeute.
Diese meine Andeutung, können Sie, liebe Freunde, noch vor Beginn Ihrer
Feier von diesem Tonband, das Fräulein Ludewig von mir mitgebracht hat,
hören.
Fräulein Ludewig hat von mir den Auftrag, dieses, von mir übergebene
Tonband mit Gerät, allen Freunden der Gemeinschaft, die in diesem Jahr
ihre Weihnachtsfeiern abhalten, zu hören zu geben.
Von diesem Tonband werden Sie das Weitere hören. Dass ich trotz
Abwesenheit meines Körpers voll und ganz dabei bin.
Ich bitte Sie, liebe Freunde, für mein dringendes Vorhaben mich für diese Zeit entschuldigen zu wollen!
Es geht um viel mehr, als Sie heute nur ahnen können! Dieses aber hier zum Tonband zu bringen, würde doch zu weit führen.
Ich vertraue und glaube, dass Sie, meine lieben Freunde, hierfür das
beste und größte Verständnis aufbringen werden. Ich glaube sagen zu
können, dass Sie ehe erfreut sein werden, dass ich Sie nicht vergessen
und auch keineswegs im Stich gelassen habe, noch jemals im Stich lassen
werde.
Meine Pflicht ist eine viel größere, was die meisten aus meinem
Freundeskreis heute noch nicht einmal ahnen können. Mein größtes
Augenmerk ist immer darauf hingelenkt, dem zu helfen, der dieser Hilfe
sehr bedürftig ist.
Vor allem dann, wenn die Gefahr besteht, auch für einen einzelnen
Menschen, dass, wenn nicht schnellstens das geschieht, was zu geschehen
hat. Im andern Falle er, der Einzelne dem Bösen ausgeliefert ist und er
würde dann dem Siechtum verfallen und ausgeliefert sein.
Am ehesten kommt das Böse immer bei dem Menschen, der vom Bösen umgeben
ist. Und das Böse tut sich von sich aus zielbewusst immer das, den
einzelnen Guten mit Bösem zu überschütten, um ihn hernach dem Bösen
ganz ausliefern zu können. Wer dieser Einzelne ist, muss nicht
unbedingt hier auf dem Tonband gesagt werden, denn auch dieser ist nur
einem kleinen Teil von Menschen bekannt und den meisten unbekannt.
Heute ist es dieser, morgen jener, übermorgen kannst Du es sein! Und
wie wäre es in dem Falle, wenn Du plötzlich zu diesen Betroffenen
zähltest? Und ich Deinen Ruf nicht höre und das nicht tue, was ich hier
zu tun habe? Was doch einem großen Teil des gesamten Freundeskreises
bekannt sein müsste. Meine Lehre sagt nicht nur was, sondern wirklich
das, was der Mensch an sich selbst, wie auch an seinen Nächsten zu tun
hat.
Liebe Freunde! Ich glaube, nun deutlich genug das von mir gegeben zu
haben und glaube, dass Sie das Verständnis dafür aufbringen und mein
persönliches Nichterscheinen entschuldigen.
Ich wünsche Ihnen, wie allen Ihrer Gemeinschaft eine reichlich, wie gut von Gott gesegnete Weihnachtsfeier!
Liebet das Leben - Gott.
Gott ist überall.
In dem so wundervollen Weihnachtslied Stille Nacht, Heilige Nacht ist
alles weitere enthalten, was ich hier nicht auf das Tonband zu bringen
gedenke. So es mir im Monat Januar möglich sein wird, werde ich
selbstverständlich dieses kleine Versäumnis, dass ich mein Versprechen
nicht in vollem Umfange halten konnte, nachholen. Ich bin keineswegs
menschenhörig und werde nur immer dem folgen, auf den zu hören ich
alleine mich verpflichtet fühle. Gott ist für uns alles und was sind
wir ohne ihn? Ich sage überzeugender Weise - ein Nichts!
Wer dieses nicht glaubt, dem ist auch nicht zu helfen! Ich folge dem,
dem alle, aber auch alle Menschen zu folgen haben! Dem ich folge, ist
und bleibt Gott allein.
Es ist mir nicht leicht, Ihnen allen, meine lieben Freunde, mitteilen
zu müssen, dass ein Ruf nach Paris zu einem mir sehr gut bekannten Arzt
und Helfer an mich ergangen ist, mich bewegt, diesem Ruf zu folgen.
Weil es hier um einen Menschen geht, der es am meisten von allen
Menschen wert ist, geholfen zu werden, da viele Menschen diesen noch
brauchen. Auf Grund einer Rücksprache mit diesem Arzt, hat es sich
ergeben, dass ich unbedingt auf dem schnellsten Wege wieder zurück nach
Paris muss, um in diesem Falle dem Arzt zur Seite zu stehen und ihm die
Möglichkeit zu geben, dass dem Menschen, um den es hier geht, auch
wirklich geholfen wird. Und dem auch bestimmt nur geholfen werden kann,
wenn ich mich ihm ganz zur Verfügung stelle. Ich sage nicht zu viel,
wenn diesem Menschen, um den es hier geht, geholfen ist, wie es auch
bestimmt der Fall sein wird, ist damit in aller Zukunft vielen Menschen
mit und durch ihn schon geholfen.
Dass hieraus auch engste Freunde den Gedanken dahingehend aufnehmen,
beziehungsweise jetzt aufgenommen haben, was nur gefährlich sein kann,
wie Menschen es sonst von sich aus zu reden gewusst : da Gröning jetzt
nicht erschienen ist, er sei geflohen, er habe Deutschland verlassen,
er sei eingesperrt, er sei verführt, beziehungsweise entführt oder
Ähnliches. Meine
lieben Freunde! Diese Redensarten sind von vornherein zu unterlassen!
All das trifft nicht zu. Es entspricht nicht der reinen Wahrheit!
Wie ich in der zurückliegenden Zeit - mir genug Beweis dafür gewesen
ist - über mich gesprochen worden ist. Ohne die geringste Absicht
gehabt zu haben, mich in irgendeiner Weise herabwürdigen zu wollen. Und
ich will nicht glauben, dass es hier auch nur in einem Fall zutreffend
ist.
Das heißt, was Menschen, wie sie es immer zu sprechen gewohnt sind,
wiedersprechen. Es stimmt und entspricht der reinen Wahrheit, das
soeben Angeführte mich dazu veranlasst, so leid es mir tut, von der
bereits von mir und Ihnen zugesagten Teilnahmen an den Weihnachtsfeiern
Abstand nehmen zu müssen.
Daher habe ich Fräulein Ludewig gebeten, wie beauftragt, bei den
bereits festgelegten Weihnachtsvorfeiern der Gemeinschaften, ein von
mir besprochenes Tonband abspielen zu lassen und außerdem unsinnige
Annahmen gleich von vornherein auszumerzen. Ich will nicht glauben,
dass es doch noch Freunde gibt, die da von sich aus sagen: „Dieses Mal
hat er sich doch nur drücken wollen, oder Ähnliches.“ Ich glaube
jedenfalls, dass die Feier genau so, auch trotz meiner Abwesenheit gut
verlaufen wird, so dass jeder von dieser voll erfüllt ist.
Selbstverständlich hält mich dieser Besuch in Paris nicht für die ganze
Weihnachtszeit in Paris fest. Aber, meine lieben Freunde, welchen
meiner Freundeskreise sollte ich jetzt beiseite stellen? Werden nicht,
in jedem Fall die Freunde, bei denen ich zu dieser Vorweihnachtszeit
nicht sein kann, sagen: „Warum kommt unser Freund Bruno Gröning gerade
zu uns nicht, grade zu mir nicht, zumal er uns doch seinen Besuch
zugesagt hat?“ Daher bitte ich Sie alle, meine lieben Freunde, das
volle Verständnis dafür aufzubringen, dass ich nun auch so gerecht sein
muss, in dieser Vorweihnachtszeit, alle meine Freunde in Deutschland,
wie in Österreich etwas warten zu lassen. Warten lassen zu müssen, denn
ich darf und werde niemanden benachteiligen, noch bevorzugen, zumal ich
ja in der letzten Zeit erst bei Ihnen allen, meine lieben Freunde,
recht oft gewesen bin. Würde ich es vor meinem Gewissen nicht
verantworten können, wollte ich jetzt erst noch wieder zu Ihnen allen
kommen und diesen Einen noch länger beiseite stellen! Deshalb bitte ich
Sie, mir Ihr volles Verständnis entgegen zu bringen!
Nun, meine lieben Freunde, da Sie jetzt aus meinem Munde über das
Tonband gehört haben, dass doch ein sehr wichtiger Grund vorliegt, dass
mir das Kommen zu Ihnen nicht ermöglichte, will ich jetzt glauben, dass
Sie ein wirklich gutes Verständnis für mich, für mein Nichterscheinen
aufbringen. Ich will Sie hiermit heute nicht langweilen, aber ich
glaube, Sie können sich wirklich zu den Glücklichsten zählen, dass ich
mich hier dieses technischen Wunders bedienen darf und zu Ihnen, meine
lieben Freunde über das Tonband das spreche, sprechen kann, was ich so
auf dem Herzen habe. Und vor allen Dingen, was doch viel wichtiger ist,
als mein persönliches Erscheinen, dass ich Ihnen das weitere Wissen
dafür gebe, was für Sie alle dieses heilige Fest, das immer näher auf
uns zukommt, bedeutet, eingehen. Ich will Ihnen Einiges, Weniges, dafür
aber sehr Wichtiges sagen, dass ich Sie darum herzlich bitte, diese
Worte so zu beherzigen, dass auch Sie sich jetzt zur Tat bewegen, d.h.
dass Sie von nun ab wirklich dazu übergehen und das tun, was Sie sich
selbst, wie auch Ihrem Nächsten schuldig sind.
Um hier nun Ihnen Einiges noch mehr mit auf den Weg geben zu können;
will ich Ihnen von einer Schallplatte, die doch wirklich allen Menschen
die Weihnachtszeit ankündigt, zu hören geben. Natürlich müssen Sie alle
Jahre immer wieder, wo Sie nur einmal an die Geburt Christi erinnert
werden, dass Sie mit dem einen Wort „ Weihnacht“ abtun, immer wieder
neu in sich aufnehmen, darauf besinnen bzw. das Liederbuch zur Hand
nehmen, oder sich eine Schallplatte vorspielen oder bestimmt von einem
Menschen, der den Text eines jeden dieser Lieder beherrscht, der den
Text genau kennt und Ihnen das in der Melodie so deutlich zu verstehen
gibt, was für uns, was für den Menschen, was für die gesamte Menschheit
die Geburt Christi bedeutet.
Hören Sie bitte gut zu und geben Sie acht, was auch diese Lieder, der
Gesang und die Musik Ihnen bietet, woran Sie erinnert werden, denn der
heutige Tag soll ja nur die Vorbereitung dafür sein, dass Sie das
heilige Fest, das Christfest, auch zu würdigen wissen. Und dass auch
Sie wissen, was das für Sie bedeutet, was das für alle Menschen in der
heutigen Zeit überhaupt bedeutet. Und wie der Mensch sein müsste, dass
er sich nicht nur mit dem abfindet, indem er sagt: Ich glaube ja, ich
bin ja dabei, ich weiß das Fest auch zu heiligen, ich weiß es zu
würdigen. Ob und inwieweit er es tut, meine lieben Freunde, davon
können Sie mich nicht anders überzeugen, als wie von dem ich mich
selbst überzeugt habe, wie Menschen dieses Fest von sich aus feiern.
Feiern tun Sie’s nur so, wie Sie’s gewohnt sind, ohne, dass Sie
wirklich mit dem ganzen Herzen dabei sind. Und es ist mehr oder weniger
auch nicht der geringste Glaube dabei, dass der Mensch das Gute, das
Christliche, das Göttliche zu beherzigen weiß und dass er nie den
Gedanken dafür aufgenommen hat, dieses alles für sich und für seinen
Nächsten in die Tat umzusetzen.
Meine lieben Freunde, ich habe noch viel, viel mehr zu sagen und ich
will Ihnen dieses alles, was ich Ihnen, d.h. als das Wichtigste zu
sagen habe, hier auf das Tonband wiedergeben. Sollte Ihnen das bei
einmal nicht genügen, so bitten Sie Ihre Leitung darum, dass Sie Ihnen
das noch einmal vorspielen sollen und dass Sie auch wirklich all das
Gute, wie Sie es doch bestimmt nötig haben, beherzigen können. Denn man
muss natürlich jedes Wort in sich aufnehmen, man muss schon das Gute
beherzigen und gerade der Mensch, der das Gute, das wahre Göttliche
nötig hat. Aber hierauf, meine lieben Freunde, komme ich noch zu
sprechen.
( Hier folgt Schallplatte: Glocken, Stille Nacht, O, du fröhliche, Vom Himmel hoch,
Es ist ein Ros’ entsprungen, Glocken. )
Meine lieben Freunde! Diese soeben gehörten Weihnachtslieder bringen
Ihnen schon die Weihnachtsstimmung. Es ist ganz nach Ihrer Art, ganz
nach Ihrer Gewohnheit. Das ist die Weihnachtsvorfreude, das ist die
Adventszeit, in der Sie diese Lieder singen, in der Sie hierdurch in
Erinnerung gebracht werden, dass das Weihnachtsfest sich Ihnen nähert.
Und was Sie noch weiter in Ihren Augenschein genommen, ist der
Adventskranz, indem Sie zu jedem Advent ein Licht mehr anzünden. Somit
können Sie niemals vergessen, wie nahe das Weihnachtsfest, wie Sie es
doch nicht anders zu bezeichnen wissen, auf Ihnen zukommt. Das ist die
Weihnachtsvorfreude. Das bringt Weihnachtsstimmung. Und das ist
überhaupt eine so gute Stimmung, wo der Mensch sich dahingehend zeigt,
dass er ein lebensfroh-bejahender Mensch ist.
Aber es geht ihm nicht alleine nur um das Leben, um das Hier sein,
sondern es geht ihm mehr um die Feier, mehr oder weniger genauer gesagt
geht es ihm um all das, was er sich an Geschenken erhofft. Geschenke
irdischer Art, d.h. die er von seinen Nächsten erwartet. So brav und so
treu er gewesen ist zu seinen Nächsten, demnach wird das Geschenk sein.
Das weiß er ganz genau und gerade in diesem Weihnachtsmonat wird er
alles von sich aus dazu tun, um ein wirklich braver Mensch dem
gegenüber zu sein, von dem er sich viel Gutes, d. h. ein großes, ein
gutes Geschenk erhofft. Ja, meine lieben Freunde, das sind nun mal die
Gewohnheiten, in die der Mensch lebt. Was ihm das eigentliche Fest sagt
und woran er hier alle Jahre einmal immer wieder aufs Neue erinnert
wird, dafür und darüber hat er noch nie einen richtigen, guten Gedanken
aufgenommen. Worauf er sich vorbereiten müsste, nicht immer wieder alle
Jahre an die irdischen Geschenke denkt, sondern auch an das Geschenk
Gottes, das Gott ihm selbst geschenkt hat, diesen einen, seinen so
wundervollen Körper. Aber letzten Endes weiß der Mensch dieses alles
gar nicht mehr. Er weiß nicht einmal sich selbst eine Beachtung zu
schenken, er weiß gar nichts von all dem, auch von dem nichts, was
seine Geburt, sein Hier sein, sein Erdenleben für ihn bedeutet. Dass
Gott ihm Bestimmtes mit auf den Weg gegeben hat, was er hier zu tun und
zu lassen hat, was hierin seine Aufgabe ist, die wichtigste Aufgabe,
diese seine Lebensaufgabe ist. All das, meine lieben Freunde, ist den
Menschen, der Menschheit schon gar nicht mehr bewusst.
Wenn ich jetzt die Frage an Sie richte: „Was bedeutet für Sie dieses
Fest, das Sie bald zu feiern gedenken? Was bedeutet für Sie die Geburt
Christi? Was ist Christus für uns? Warum schenkte Gott Christus hier
ein Erdenleben? Warum schenkte er ihm dazu diesen einen, seinen
ebenfalls so wundervollen Körper? Und warum war Christus uns immer in
allem ein großes Vorbild? Was wollte Gott damit? Was sollte Christus
hier? Er hat uns so viel des Guten, des Göttlichen, so viel von Gott
vermittelt. Was wir alles tun können, wenn wir nur glauben, wenn wir
all das in uns aufnehmen, was Gott für uns bestimmt hat. Ja, meine
lieben Freunde, dieses alles lehrte Christus uns, er war uns und ist
uns und wird uns immer ein großes, wie auch ein sehr gutes, das beste
Vorbild sein.
Heißt es nicht in dem Lied: Stille Nacht, heilige Nacht, dass Christus
der Erlöser ist? Aber gibt es nicht so vieles, meine lieben Freunde,
Sie haben soeben den Gesang, Sie haben soeben die Musik, d.h., soweit
gehört, dass das Lied Ihnen vorgesungen, wie vorgespielt, wie Sie es
kennen, wie Sie es auch selbst singen, nur mehr oder weniger dem Text
keine Beachtung geschenkt, mehr oder weniger diese Melodie, die Ihnen
ja weiter nichts als nur die Weihnachtsstimmung gebracht hat. Denn im
Sommer oder im Frühjahr oder im Herbst werden Sie das nicht singen. Es
ist doch etwas Bestimmtes und dass es so viel Bestimmtes in diesem
allen enthalten ist, Bestimmtes für Sie, für jeden Einzelnen.
Bestimmtes für alle Lebewesen, für all das, was Gott vor allen Dingen
für uns, für den Menschen geschaffen hat. Aber warum, wieso, weshalb
dieses alles, meine lieben Freunde, warum gibt es da alle Jahre so ein
Gerede, warum gibt s alle Jahre die eine Feier, warum immer dieses
Oberflächliche, warum haben Sie all’ das nicht beherzigt, niemals
beherzigen können, bzw. nicht einmal beherzigen wollen, denn Ihre
Einstellung war bestimmt eine ganz andere, nie die, die es hätte sein
sollen.
“Christ der Retter ist da!“ Ja, meine lieben Freunde, Sie singen es,
aber Sie wissen es nicht, Sie haben nie all das befolgt, was Christus
uns durch seine Lehre hier für unser weiteres Erdenleben übergeben hat.
Wo bleiben Sie, wo sind Sie, wo ist überhaupt der wirkliche Mensch, wo
ist noch Natürliches in Ihnen?
Nach außen hin gesehen schämt er sich sogar zu sagen, dass er ein
Gläubiger ist oder aber auf der anderen Seite brüstet er sich, um sich
nur zu behaupten, um all das zu verstecken, all’ das zu tarnen, was er
hinter sich gelassen hat, an Bösem. Indem er den Menschen nur
beschwichtigen, betäuben will, indem er sagt, er sei ein Christ, er sei
ein Gläubiger.
Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt,
wie Christus es von uns erwartet, wie seine Lehre uns das alles sagt,
meine lieben Freunde!
Daher war Christus 33 Jahre auf dieser Erde, d.h. in dem Körper, indem
Gott ihn für dieses Erdenleben geschenkt, damit er uns all’ das
vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen
hat. Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können.
Und das bedeutet für uns die Geburt Christi.
Natürlich muss der Mensch all das tun, was er sich selbst und seinen
Nächsten schuldig ist. Und ich frage Sie, meine lieben Freunde, warum
sagte Christus: Folget mir!
Wer folgt ihm, wer tut all’ das, was er zu tun hat, wer ist hier mal
zur Tat übergegangen? Wo ist der Mensch, wo sind die Menschen? Wie weit
ist die Menschheit abgegangen von dem Weg, der uns, der alle Menschen
zu Gott führt? Das ist der Weg, meine lieben Freunde, den Christus uns
aufgezeigt, den wir zu gehen haben. Aber nicht nur, dass wir sagen, wir
gehen ihn, nicht nur dass wir sagen, wir glauben an ihn, nicht nur,
dass wir sagen, wir sind ein Gläubiger, wir sind ein Christ. Wir
bitten, wir beten, wir gehen zur Kirche. Wir gehören dieser oder jener
Konfession an oder bzw. einer Glaubensgemeinschaft. Aber was tut der
Mensch in Wirklichkeit? Setzt er das alles in die Tat um, als das, als
was er sich herausstellt, als ein wirklich gut gottgläubiger Mensch?
Tut er wirklich all’ das, was er zu tun hat, was er tun müsste, um ein
Gott liebender zu sein? Ja, meine lieben Freunde, dazu gehört mehr,
viel, viel mehr und deswegen kann ich es nicht deutlich und laut genug
sagen und oft genug sagen, bis das eine und das andere in die Menschen
eingedrungen und dass er für das alles, was er als gut empfindet,
weiterhin in sich aufnimmt.
Und dass er sich selbst immer Beachtung schenkt und dass er immer das
für seinen Körper aufnimmt, was Gott wirklich für ihn bestimmt hat.
Denn das alles, meine lieben Freunde, ist möglich, das ist Wahrheit, so
und auch dafür hat Gott uns geschaffen, dafür schenkt er uns hier ein
Erdenleben. Und ich sage es noch einmal und es kann nicht oft genug
gesagt werden, dass der Mensch jetzt wirklich wissen müsste, was uns
Menschen, was der gesamten Menschheit die Geburt Christi bedeutet.
Aber dieses, meine lieben Freunde, werden Sie nicht früher zu wissen
erhalten, Sie werden nicht früher dafür das Verständnis aufbringen,
niemals früher, bis Sie sich selbst verstanden haben, bis Sie
verstanden haben, was Ihre Geburt, was Ihr Hier sein, Ihr Erdenleben
für Sie bedeutet. Das heißt, dass Sie zur Selbsterkenntnis kommen, dass
Sie selbst erkannt haben, all das erkannt haben, von dem Sie überzeugt,
zu dem Sie gehören.
Nie früher werden Sie den Kampf gegen das Böse aufnehmen können. Nie
früher werden Sie frei werden von all dem, meine lieben Freunde, das
Sie als Böse, nicht nur um sich, sondern auch in sich selbst, in Ihrem
eigenen Körper empfunden haben.
Und nun, wie viele Menschen es doch so abzutun wissen, indem sie von
sich aus behaupteten und heute noch behaupten, sie seien ein gläubiger
Mensch, sie beten, sie seien ein Christ und sie haben immer geglaubt.
Und sie haben zu Gott gebetet und Er hat sie nicht erhört und sie sind
von dem Übel nicht frei geworden.
Nein, Freunde, Sie müssen sich von dem Übel abwenden, Sie dürfen sich
niemals mit dem, das Sie als Übel empfinden, dürfen sich niemals mit
diesem Übel abgeben. Und dürfen sich auch nicht mit dem Übel abfinden,
indem Sie gleichgültig werden wie viele doch gleichgültig geworden
sind: da ist nichts mehr zu machen, da ist nichts mehr zu helfen. Ich
werde so langsam dahinsiechen, es kann mir kein Mensch mehr helfen. Er
sagt nicht von sich aus, dass Gott ihm helfen kann, ihm helfen wird.
Wenn er den ersten Schritt zu Gott tut, damit wird ihm geholfen. Er,
der Mensch muss sich Gott nähern, er muss den Weg gehen, den Christus
uns an und auch aufgezeigt hat.
Wir müssen ihm folgen, der Mensch muss alles dazu tun. Tun heißt zur
Tat übergehen. Sich nicht nur mit eigenen Worten trösten oder womöglich
mit Worten Ihrer Nächsten trösten lassen. Und sich nur in einen Glauben
versetzen, dass Sie von sich aus sagen, dass Sie glauben, aber dies
Wort Glauben niemals in die Tat umsetzen und immer wieder Zweifel
aufnehmen. Zweifel aufnehmen heißt, das Gute anzweifeln. Sie
verabscheuen das Gute, Sie werfen das von sich und Sie können es
niemals in sich aufnehmen und Sie werden des Guten auch niemals in und
noch viel weniger um sich fühlen, sondern da wird erst recht das Böse
in Sie haften und wird Sie und Ihren Körper herabwürdigen, so dass Sie
da dann dem Siechtum ausgeliefert sind.
Meine lieben Freunde, wo sollte das enden? Wenn das so weitergeht, wenn
der Mensch jetzt nicht mehr auf den hört, auf den er zu hören. Wenn er
nicht auf den hört, zu dem er gehört. Denn wir alle gehören zu Gott.
Und wir haben den wirklichen Weg gewiesen erhalten, wir brauchen ihn
nur zu gehen.
Ich glaube nicht, dass ich noch deutlicher werden muss, um Ihnen all
das zu sagen, was für Sie, was für jeden Menschen, für jedem Lebewesen
doch das Wichtigste ist. Ich tröste mich selbst auch nicht, nein, liebe
Freunde, ich tue es! Ich setze all das, nicht nur für mich, sondern
auch für Sie in die Tat um. Aber letzten Endes haben Sie auch in dem
Glauben gelebt, es kommt hier auf den Gröning an. Nein, es kommt auf
sie selbst an, es kommt auf jeden Einzelnen an, meine lieben Freunde,
auf jeden, auf Sie, auf Ihre Nächsten, gleich wer es sein mag. Wie er
zum Guten eingestellt, wie er bereit ist, das Gute in sich aufzunehmen.
Und ob und inwieweit er fest zu seinem Wort steht, das er sich selbst
gibt, indem er sich selbst sagen müsste, ich will ab sofort mit dem
Bösen nichts gemein haben. Und ich will und ich werde an das Gute
glauben, alleine schon deshalb, weil ich’s nötig habe und vor allen
Dingen sehr nötig habe auch für meinen Körper.
Also muss der Mensch sich an dies, sein gegebenes Wort halten. Er
selbst ist so geschaffen, dass er die göttliche Sendung empfangen kann.
Meine lieben Freunde, wenn Ihnen dieses alles nicht genügen sollte,
dann nehmen Sie die Bibel zur Hand, nehmen Sie die Heilige Schrift.
Studieren Sie sie nicht nur, nicht nur das Sie sie in Ihrem Hirn
aufnehmen, nein, beherzigen Sie das Gute, beherzigen Sie das, was Sie
daraus als gut schon empfinden. So Sies bejahen, so sind Sie schon auf
dem rechten Weg. Und so Sie jetzt gewillt sind, dieses alles, was Sie
bejahen, auch in die Tat umzusetzen, dass Sie die Zeit dafür nützen,
dass Sie die Zeit für sich selbst, für Ihren Körper in Anspruch nehmen.
Denn Sie, er selbst, der Körper, er hat es nötig. Und Sie müssen mit
soviel guten Kräften ausgestattet sein, dass das Böse in Ihnen, in
Ihrem Körper keinen Platz mehr findet und dass Sie immer wieder aufs
neue das Böse abstoßen können, so Sie einmal doch vom Bösen angegangen
worden sind, in Zukunft auch angegangen werden. Aber wo und wann, haben
Sie diesen Gedanken mal aufgenommen? Wann haben Sie mal daran geglaubt?
Sie glaubten, es würde Ihnen alles in den Schoß gelegt. Sie glauben,
Sie hätten ein Recht, es zu verlangen. Sie glauben, das kommt nur alles
mal so. Nein, meine lieben Freunde, wer das Göttliche will, muss sich
Gott nähern und er muss wirklich den Weg gehen, den Gott für uns alle,
für jeden bestimmt hat. Nur so ist es möglich, meine lieben Freunde,
und gerade daher ist es für Sie doch wichtig, dass Sie endlich jetzt
mal dazu übergehen, dass Sie zur Selbstbesinnung kommen, denn da erst
werden Sie zu dieser Erkenntnis kommen, wie ich’s Ihnen soeben
aufgezählt. Zu dieser Erkenntnis kommen, dass Sie wissen, wozu Gott
Ihnen hier ein Erdenleben auf dieser seiner Erde geschenkt hat. Und
dann werden Sie auch zu dieser Erkenntnis kommen, wozu Gott Ihnen
diesen einen, Ihren eigenen, das heißt den Körper, den Sie Ihr eigen
nennen können, geschenkt hat. Und dann werden Sie auch wissen, d.h. das
Wissen dafür erhalten, was Gott für Ihren Körper bestimmt hat und was
Sie aufzunehmen haben.
Das alles, meine lieben Freunde, ist das Wichtigste, und ich sage es
nicht nur so bloß hin, wie Sie es sonst zu sagen gewohnt sind, indem
Sie sagen: das heilige Christfest, und damit ist fertig. Nein, wir
müssen es aber auch zu heiligen, wir müssen es zu würdigen wissen. Und
wir müssen uns auf dieses Fest vorbereiten. Wir müssen uns von allem
Bösen lösen und wir müssen wirklich alles Gute erst mal für uns tun,
jeder für sich, damit er diese guten Erfahrungen sammelt, an sich
sammelt und auch in sich sammelt, dass heißt was er in sich selbst
aufnehmen, was er in sich selbst [......]
Also meine lieben Freunde, die Geburt Christi werden Sie nicht früher
verstehen und werden auch für diese nicht früher das Verständnis
aufbringen, bis Sie diese Erkenntnis in sich aufgenommen, dass Sie
wissen, was für Sie diese Ihre eigene Geburt, Ihr eigenes Erdenleben
bedeutet. Ich sage es noch einmal ganz deutlich, dass Sie zur
Selbsterkenntnis gelangt sind und dass Sie von sich selbst nicht was,
sondern das wissen, was Sie in Wirklichkeit, in Wahrheit sind. Dann
werden auch Sie, meine lieben Freunde, sich wirklich auf das Heilige
Fest, auf den wirklichen Erlöser vorbereiten. Sodass Sie es bis zu
diesem Tag auch würdig sind, das heilige Sakrament - alles Gute -, das
Gott für Sie bestimmt hat, empfangen.
Natürlich dürfen Sie nicht mehr dem Bösen verfallen, natürlich dürfen sich dem Bösen nicht mehr hingeben.
Liebe Freunde, es wird Ihnen klar, dass das Erdenleben Christi nicht
umsonst gewesen ist, denn Gott hat dieses, das Erdenleben für Christus,
deshalb bestimmt, weil es Gott nur so am ehesten möglich war, uns, das
heißt den Menschen durch die Lehre Christi auf den Weg zu führen, den
Gott für die gesamte Menschheit bestimmt hat. Und das ist und bleibt
alleine der Weg, der diesen, der jeden, der jeden einzelnen Menschen
wirklich zu Gott führt. Aber zwei Herren, meine lieben Freunde, können
Sie nicht dienen. Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der
andern Seite Gott! Und zwischen ein sind Sie ein Heuchler, ein Lügner,
ein Betrüger, Sie sind nicht einmal ehrlich zu sich selbst. Dieses
alles, meine lieben Freunde, müssen Sie ablegen, all das, ich sage es
noch einmal, all das, das Sie bisher in diesem Erdenleben als böse
empfunden haben, müssen Sie ganz beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen
den Rücken kören. Sie müssen den anderen Weg gehen. Daher rufe ich Sie
auf zur großen Umkehr!
Gehen Sie den Weg so, wie er Ihnen von Gott uns allen durch Christus bestimmt ist.
Was müssen wir Menschen tun? Was ist das für eine Lehre, die Lehre
Christi? Ist das alles, wenn der Mensch von sich aus behauptet, von
sich aus sagt, ich bin ein Christ. Ist das alles? Müssen wir das nicht
tun, wie Christus sagt:" Folget mir! "Folgen kann nur der, der sich von
all dem irdischen löst, sich nicht an das Irdische klammert, sondern
der sich an den klammert und zu dem hinzugezogen fühlt, zu dem er
gehört. Nur dieser, meine lieben Freunde, kann Gott folgen. Er kann und
wird auch durch die Lehre Christi das werden, wozu Gott ihn bestimmt
hat. Da gibt’s kein Hin und Her, kein Hin und Wieder und ich warne Sie,
meine lieben Freunde, nur einen Versuch anzustellen. Versuchen Sie
nicht, denn jeder Versuch wird Ihnen zum Übel! Und wie gesagt, Sie
haben sehr Vieles versucht und Sie wissen genau, dass Sie dadurch erst
recht vom Übel erfasst worden sind! Ich versuche auch nicht, meine
lieben Freunde, ich ersuche Sie, wie immer, jetzt endlich das
anzunehmen, was für Sie bestimmt ist. Nicht von mir, nein, was von Gott
so bestimmt ist. Und dieses alles, liebe Freunde, hat Christus uns
gesagt. Und das sagt er uns heute noch! Woran viele gar nicht glauben,
indem sie sagen, er ist tot. Er ist gekreuzigt. Er glaubt nicht mehr,
dass er unter uns ist, er glaubt nicht mehr, dass er auf dieser Erde
ist, er glaubt überhaupt nicht mehr. Er tut es auch damit ab, das ist
eine weit zurückliegende Geschichte, es ist eine Religionslehre
geworden. Er sagt auch von sich, der Mensch muss ja einen Glauben
haben. Ohne Glauben könnte er nicht leben, ohne Glauben könnte er nicht
existieren. Und er muss auch einer Formation angehören, er muss auch
einer Konfession angehören, und der Ordnung halber muss er auch einer
Nation angehören. Und weiterhin, na ja, muss er ja auch was im Leben
tun, er muss seinen Beruf haben. Und so weiter und so fort und das ist
aber alles.
Meine lieben Freunde, überlegen Sie jetzt genau, wie Sie sich selbst
versündigt haben, wie Sie immer wieder der Sünde, wie Sie immer wieder
dem Bösen verfallen sind! Wie Sie immer wieder nur dem Bösen dienten,
denn Sie hatten sich ja mit dem Bösen abgegeben. Viele sogar schon
abgefunden. Denn Sie haben sich verloren gesehen. Sie hatten keine
Kraft mehr, sich von dem Bösen zu befreien! Natürlich keine Kraft
deshalb mehr, weil Sie alles Mögliche versucht, selbst versucht haben
und auch viele Versuche anstellen ließen, von Ihren Nächsten. Sie
selbst gaben sich und gaben das auf, das heißt das Gute auf, und Ihr
Nächster sagt auch, ich habe alles versucht, ich kann nicht helfen!"
Ja, meine lieben Freunde, wer so weit gesunken ist, wer so weit von dem
guten, göttlichen Weg abgekommen ist, wer sich heute nicht beraten,
nicht belehren lässt, wer heute nicht mehr den Rat Christi befolgt, wer
heute nicht mehr das tut, wer heute nicht mal mehr den Gedanken
aufnimmt das zu tun, wie ich schon sagte, nur daran glaubt, das müsste
alles so kommen, so wie er sich’s denkt, d.h. wie er’s sagt, wie er’s
sich denkt. Und das wäre dann alles. Nein, meine lieben Freunde, das
ist nichts. Was es ist, doch nur das Böse! Der Versuch, die Versuchung
wird immer das Übel sein. Und von diesem sind Sie erfasst.
Und wie sind Sie überhaupt im Leben? Was haben Sie getan? Was haben Sie
gesagt? Welche Gedanken haben Sie aufgenommen? Waren es immer gute
Gedanken? Zeigten Sie nicht das größte Interesse Böses zu hören, das
heißt was für Sie Sensation gewesen ist? Um überhaupt einen
Gesprächsstoff zu haben, um nicht ganz einzuschlafen, um nicht ganz zu
erschlaffen, gab es so viel Interessantes. Es gab viel zu hören, es gab
auch viel zu lesen, es gab auch viel des Bösen zu sehen. Aber daran
war, ist und wird vorerst auch ein großer Teil der Menschheit
beibleiben. Denn er ist es einfach so gewohnt. Was soll er sich um all
das Andere kümmern? Er tut es immer wieder mit dem ab, versucht hat er
alles, aber nichts half.
Nein, meine lieben Freunde, es wird auch nicht helfen. Wem nicht zu
raten, dem ist auch nicht zu helfen. Und Christus selbst hat uns den
guten, den besten, den einzigen Rat gegeben, den wir Menschen, den alle
Menschen zu befolgen haben! Und so Sie jetzt richtig folgen, und dass
Sie nichts verlangen, sondern wirklich all das erlangen, was für Sie
bestimmt ist! Dann werden Sie viel Gutes an sich selbst, viel Gutes an
Ihrem eigenen Körper, auch viel Gutes an dem Körper Ihres Nächsten
erfahren! Glauben Sie nur!
Ich bin kein Sprecher, ich bin kein Redner, ich bin weiter nichts als
nur das, dass ich dem Menschen das kund tue, von dem ich überzeugt bin.
Aber erst muss ich auch von mich selbst überzeugt sein. Und von dem
überzeugt sein, zu dem ich gehöre. Und ich muss weiterhin überzeugt von
dem sein, der mich hierher gesandt hat, der mir hier ein Erdenleben
schenkte. Und ich muss mir meiner Mission, meiner Berufung bewusst
sein. Ich darf nicht so gleichgültig sein. Ich darf nicht auf Menschen
hören. Ich muss gotthörig bleiben. Und das bleibe ich auch, brauche ich
Ihnen gar nicht zu versprechen.
Ich bin hierin keine Rechenschaft schuldig. Rechenschaft sind Sie sich
selbst schuldig. Aber ich tue es einfach. Ich bin Ihnen ein kleines
Vorbild. Denn wenn ich heute menschenhörig wäre, und auf all das hören
würde, wie Menschen mich selbst mit Schmutz und Dreck beworfen und kein
Verständnis für diese hätte, ja, meine lieben Freunde, dann wäre ich
unter dieser schmutzigen, schweren Last schon zusammengebrochen. Aber
ich habe weder dafür noch ein Ohr noch ein Auge, noch habe ich dafür
einen Mund. Noch nehme ich nicht mal den Gedanken da auf, dass ich mich
mit dem beschäftige, mit dem Menschen sich beschäftigt haben, was
Menschen Böses da von sich gegeben haben und mich mit all diesem Bösen
überschüttet, überworfen haben, dass ich mich mit dem abgeben würde,
dann wäre ich kurz über lang auch dem Bösen verfallen, dem Bösen
ausgeliefert und würde zu guterletzt auch nur dem Bösen dienen.
Liebe Freunde, dessen müssten Sie sich bis heute schon bewusst sein, so
Sie doch nur einen einzigen bösen Gedanken aufnehmen, haben Sie doch
immer wieder festgestellt, dass weitere böse Gedanken in Sie
eingedrungen sind und Sie hernach auch böse Worte gesprochen haben.
Also, alles, was Sie in sich aufnehmen, müssen Sie wieder von sich
geben. Haben Sie das nicht getan? Waren Sie nicht schon dem Bösen
verfallen? Denn damit, meine lieben Freunde, nur einen bösen Gedanken
aufnehmen, werden Sie zum Diener des Bösen, werden Sie zum wirklichen
Diener des Satans! Das lassen Sie sich gesagt sein, liebe Freunde! Wie
oft habe ich’s Ihnen gesagt, dass Sie, wie jeder Mensch, alle Lebewesen
göttlich sind, und niemand kann Ihnen das Göttliche absprechen. Sie
bleiben es! Nur mit dem Unterschied, dass der Eine mehr oder weniger
dem Bösen verfällt, dem Bösen dient, dass er sich mit dem Bösen abgibt,
dass er sich mit dem Bösen abfindet, oder dass er sich ganz dem Bösen
hingibt. Dass er das als leichter, als besser empfindet, um ein
schmutziges, ein dreckiges Leben zu führen! Wie er das von sich aus für
richtig hält, was er unter diesem einen Wort " Leben " überhaupt
versteht.
Da meine lieben Freunde, da ist doch die Gefahr. Und gerade deswegen,
weil hier die Gefahr dem Menschen droht, müsste er sich über alles klar
sein, er müsste sich überhaupt hüten, nur einen bösen Gedanken
aufzunehmen. Er hat es nötig mit Gott verbunden zu sein. Und durch
diese, meine lieben Freunde, ist es wirklich nur möglich, so er die
Verbindung zu Gott wieder zurückerhalten hat, und mehr wollte Christus
nicht, mehr wollte Gott nicht! Das ist die wirklich wahre göttliche
Lehre, das ist die Lehre Christi, die wie er Sie uns, wie er sie der
Menschheit mit auf den Weg gegeben hat! Gottverbunden sein, das, meine
lieben Freunde ist alles! Und dass Sie alles zu überprüfen haben, alles
abzuwiegen haben! Und vor allen Dingen die Gedanken, hüten Sie sich vor
den Gedanken, vor allem vor den bösen! Und Sie werden tatsächlich dann
zur bösen Tat übergehen, übergehen müssen, weil Sie mit bösen Gedanken
überfüllt sind. Sie können nicht anders. Und zu guterletzt sind Sie mit
sich selbst nicht zufrieden. Da ist das weitere Zeichen dafür gegeben,
dass Sie schon dem Bösen verfallen, dem Bösen ausgeliefert sind. Sie
sind ein unzufriedener Mensch geworden. Sie sind wirklich nicht mit
sich und mit all dem zufrieden, das in Sie eingedrungen ist, das in Sie
weiterhin eindrängt, denn Sie befassen sich immer wieder mit all dem
Übel, das Sie empfunden haben. Sie sagen ja selbst, Sie können sich
davon nicht lösen, Sie sind es so gewohnt und das alles kommt wieder,
Sie haben kein Selbstvertrauen. Sie haben nicht den Glauben an das
Gute, das Gott für Sie bestimmt hat. Und Sie glauben auch gar nicht,
obwohl sich’s immer wieder aufs neue einreden. Denn so ein Gläubiger
Mensch sind Sie noch lange nicht! Gott gibt dem Menschen alles, dass er
gläubige werden kann, aber der Mensch nimmt es nicht an. Er bildet
sich’s nur ein, der lebt nur in dem Glauben, er wäre es, er wäre das,
woran er glaubt. Aber tut nie das, was er zu tun hat. Er tut nie das an
sich, er tut nie das um sich, er tut nie das an seinen Nächsten.
Schauen Sie, liebe Freunde, wie genau Gott doch alles eingerichtet und
eingeteilt hat. Und wie gerecht Gott doch ist. Und wie dieses alles
möglich ist, dass wie wenn an dem einen und dem andern Menschen,
menschlichen Körper nicht was, sondern das geschieht, was Menschen nie
mehr tun konnten und Sie wirklich nicht mehr helfen konnten. So da in
diesem Körper die Ordnung eingetreten ist, bezeichnen Sie dieses alles
als ein Wunder. Das ist ein Wunder für Sie. Ja, liebe Freunde, was
glauben Sie, wer diese Wunder bewirkt?
War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild dahingehend?
Hat er nicht viele dieser Wunder bewirkt? Hat er den Menschen dafür
nicht den Beweis gegeben, ohne dass er es wollte? Denn die Tat war es.
Er glaubte es, er wusste es. Denn das Wissen hat er nicht von sich,
sondern das hat er von Gott. Und er tat all das, was er zu tun hatte,
all das, was Gott ihm sagte. Er ging dahin, wohin Gott ihn führte,
nicht Menschen. Und er sprach all das, was Gott zu ihm gesprochen. Und
dabei geschah es! Niemals, liebe Freunde, ist es ein Mensch, sondern es
ist und bleibt immer Gott.
Ein Diener Gottes zu sein, meine lieben Freunde, ist das Gegenteil von
dem, dass heißt, wie Sie’s gewohnt waren, dem Bösen zu dienen, so
können Sie umgekehrt Gott dienlich sein. Wenn Sie sich dieser
göttlichen Kraft bedienen, wenn Sie die gute Kraft in sich aufnehmen,
das heißt, wenn Sie diesem Ihrem Körper Beachtung schenken, wenn Sie
damit erst mal beginnen. Denn dieser, Ihr Körper ist doch das göttliche
Geschenk. Und wenn Sie da dann in diesem Ihrem Körper das alles
aufnehmen, was Gott für Sie bestimmt hat, dann werden Sie von Gott
überzeugt. Aber tun müssen Sie es, Sie müssen es wollen! Diesen Willen
hat Gott Ihnen belassen, einen freien Willen. Sie können selbst
entscheiden! Aber haben Sie jetzt den Willen? So dieser Ihr Wille
gleich, gleich gut abgestimmt ist mit dem göttlichen, mit dem Willen
Gottes, dann sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Dass Sie wirklich
nichts verlangen, sondern alles erlangen, damit nehmen Sie alles auf,
was Gott für Sie bestimmt hat, was für Sie, für Ihren Körper und für
Ihr weiteres Erdenleben, für das ganze Leben überhaupt, für das Leben
aller schon in sich aufnehmen können. Sie überzeugen sich von dem. Und
können diese Überzeugung Ihren Nächsten mitteilen. Sie werden es ihm
nicht nur sagen, sondern auch zeigen, beweisen, das heißt, die Beweise
sind immer da, wo dass geschehen ist, was der Mensch gewollt hat. Und
dass er auch nicht was, sondern das dazu getan hat, immer das, was er
sich selbst schuldig ist.
Ich komme jetzt ganz kurz auf das menschliche Geschenk zu sprechen, vor
allen Dingen, liebe Freunde, wie ich’s Ihnen schon oft bei diesen
Feiern gesagt, auch überhaupt in all meinen Vorträgen, was Sie wirklich
als Belehrung in sich aufnehmen müssen, denn es ist nun mal die Lehre
Christi, die Sie beherzigen müssten. Wie oft habe ich’s Ihnen gesagt,
dass Sie jedes Geschenk, das Sie von Ihrem Mitmenschen erhalten haben,
Beachtung geschenkt haben. Sie haben es geschützt, Sie haben es
geschont, Sie haben es laufend behandelt, das heißt, dass sich da
selbst kein Schmutz dran, noch hineinsetzen konnte, dass der Dreck da
nicht hineindringen konnte. Sie haben, wie wenn dieses Geschenk mal
nicht ganz in Ordnung war, wenn Sie das nicht selbst in Ordnung zu
bringen gewusst, dann haben Sie einen Fachmann aufgesucht, der dieses
wieder instandsetzte. Einen Fachmann, ja, einen Fachmann! Keinen Laien,
keinen der unwissend ist! Sondern der wissend ist, der hierin Bescheid
weiß, der da in dieser Fabrikation tätig war oder ist, oder dass es
sogar sein Beruf ist, dass er hiervon nicht nur was, sondern wirklich
das versteht, was hierzu notwendig ist, um dieses Geschenk wieder
instandsetzen zu können. Ja, liebe Freunde, immer zum Fachmann gehen!
Nun, das ist so das Irdische, und Sie wussten das zu schenken, dass
heißt, diese Geschenke anzunehmen, Sie wussten auch selbst zu schenken
und waren erfreut darüber wenn der Beschenkte sich gefreut und zeigten
sich auch dankbar dem Schenker gegenüber, über das wundervolle
Geschenk. Und Sie waren auch ihm gegenüber ehrlich, obwohl Sie es zuvor
gar nicht mal so wollten. Aber er hat Ihnen nun mal das Gute geschenkt
und das vergessen Sie nicht, und Sie werden immer daran erinnert, sowie
Sie sich damit befassen, mit diesem Gegenstand, mit diesem Geschenk!
Nun frage ich Sie, was ist denn Ihr Körper? Wer hat Ihnen diesen
geschenkt? Ist es von Ihrem irdischen Vater, von Ihrer irdischen
Mutter? Das hat ja mit Gott nichts zu tun. In diesem Glauben leben Sie
auch. Doch, meine lieben Freunde! Dieser, Ihr Körper ist ein göttliches
Geschenk! Und Sie haben ihn doch immer bei sich, Sie wohnen doch in
ihm, Sie nützen ihn doch.
Und wenn in ihm eine Unstimmigkeit aufgetreten, so versuchen Sie die
Unstimmigkeit zu beseitigen, aber Sie tun nie das, dass die
Unstimmigkeit beseitigt wird. Denn Sie wissen nicht die Ursache, Sie
denken gar nicht so weit zurück, Sie befassen sich gar nicht damit, es
ist nun plötzlich da. Aber müssten Sie nicht Ihrem Körper noch viel,
viel mehr, oder überhaupt mehr Beachtung schenken, weil Ihnen dieser
Körper doch das wertvollste ist? Müssten Sie nicht wirklich alles dazu
tun, sich diesen einen Körper zu erhalten? Denn Sie haben ihn doch
dauernd bei sich! Doch in allem gesehen, was Sie tun, was Sie lassen,
werden Sie nicht dabei erinnert an das göttliche Geschenk? Alle andern
Geschenke, die Sie von Menschen erhalten haben, das ist nicht ein
Stück, das sind mehrere, aber es sind einfach Geschenke, die sie nicht
so oft sehen, die könnten Sie mal vergessen. Aber dass Sie Ihren Körper
in Vergessenheit gebracht haben und bringen konnten, das kann ich nicht
verstehen! Und doch muss ich’s verstehen, weil ich weiß, worauf sie
eingestellt sind. Dass Sie einer Macht verfallen sind, das ist die
Macht der Gewohnheit. Dass Sie sich mit dem Wort Glaube nur trösten,
aber in Wirklichkeit nicht glauben können, denn Sie haben das Wort
Glaube noch nicht beherzigt. Sie sind noch gar nicht zur Tat
übergegangen!
Also, meine lieben Freunde, es kann mir keiner sagen, dass man seinen
Körper auch mal in Vergessenheit bringen kann. Das liegt ja bei Ihnen
selbst. Sie haben ihn doch immer bei sich. Also, wer sich selbst und
seinen Körper vergisst, der ist weit genug ab. Natürlich, wenn er hier
und dort hilflose Menschen sieht, oder ihren Hilferuf hört und er dabei
ist und hilft, so braucht er ja erst mal Kraft und auch den Glauben,
dass er helfen kann. In diesem Moment gibt er alles wieder von sich,
was er in sich aufgenommen hat, und er glaubt einfach dass er helfen
kann. Aber da kann auch er vom Bösen angegangen werden, denn das Böse
wird sich zur Wehr setzen. Das Böse wird immer alles dazu tun, damit es
nicht beseitigt wird. Und das Böse ist so hinterlistig und weiß sich
überall ein-und anzuschleichen, wie Sie, meine lieben Freunde, es zum
größten Teile auch schon gewohnt sind. Durch Ihre Unehrlichkeit, Sie
konnten nicht mehr so ehrlich sein, Sie konnten nicht mehr die Wahrheit
sagen, denn Sie fürchteten, wenn Sie einem die Wahrheit sagten, würden
Sie Vieles verlieren. Aber dabei haben Sie das Irdische festgehalten,
das Materielle beibehalten und das Göttliche dafür eingebüßt. Das ist
alles. Aber das hätte ich Ihnen ja gleich sagen können, dann wäre ich
ja gleich fertig gewesen, dann hätte ich Ihnen gar nicht so viel sagen
brauchen, denn hiermit ist alles gesagt! Wer sich selbst in
Vergessenheit bringt, wer sich selbst, d.h. wer seinen Körper in
Vergessenheit bringt, der hat Gott vergessen, der trägt Gott ja nicht
mehr im Herzen, der kann einfach nicht mehr glauben. Der lebt doch nur
in dieser Einbildung, dass er glaubt. Und ich sage noch einmal, wie oft
ich’s heute hier schon aufs Tonband gesagt habe, er weiß das Wort
Glaube nicht mal zu beherzigen, er weiß mit dem gar nichts anzufangen.
Aber sollte das so weiter gehen, meine lieben Freunde? Wollen Sie
weiterhin so leben? War dem nicht so, wenn einer Ihrer Nächsten auf Sie
zukam, oder dass Sie irgendwie, wo, wann begegnet, dass er Ihnen Böses
gesagt, Sie das Böse aufgenommen, wie ich schon sagte, und das Böse
nachher wieder weiter von sich gegeben haben. Und dass Sie sich nachher
so daran gewöhnt haben, möglichst viel Böses zu hören, und dass Sie gar
nicht mehr gemerkt haben, dass Sie viel Böses gesprochen und zu
guterletzt auch zur bösen Tat übergegangen waren? Es ist Ihnen gar
nicht zum Bewusstsein geworden, dass Sie hiermit dem Bösen, dass Sie
hiermit zum Diener des Satans geworden sind. Es ist Ihnen gar nicht zum
Bewusstsein gekommen. Ja, soweit geht Ihr Glaube nicht!
Und hierfür, meine lieben Freunde, hat Christus uns so oft gewarnt. Er
hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum
haben Sie Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben Sie es nicht
in sich aufgenommen? Warum haben Sie nie all das getan? Erst mal, was
Sie sich selbst schuldig sind? Und daran hat’s geheppert, meine lieben
Freunde. Und nun ist es wichtig, dass Sie wirklich, wirklich und
ehrlich dazu übergehen, indem Sie das Versäumte nachholen, indem Sie
jetzt das tun, immer das tun, was Sie sich selbst schuldig sind.
Und dass Sie wirklich diesem, Ihrem Körper, der doch ein göttliches
Geschenk ist, Beachtung schenken. Und dass Sie sich wirklich öffnen,
wirklich dem Guten, wirklich Gott hingeben, und dass Sie diese wahre
göttliche Sendung in sich aufnehmen! Und dass Sie alles Gute wirklich
beherzigen! Beherzigen heißt, dass Sie’s aufnehmen! Und dann werden Sie
auch fühlen wie der Lebensstrom durch Ihren Körper nur so fließt! Und
je mehr Sie des Guten aufnehmen, desto wohler werden sich fühlen, desto
eher wird die Ordnung in Ihrem Körper zustande kommen. Ja, liebe
Freunde, mehr wollte Christus nicht, mehr erwartet Gott nicht von uns.
Dass wir nur all das zu tun haben auch in diesem Erdenleben. Gott will
auch weiter nichts, dass wir uns wohl, dass wir uns wirklich gesund
fühlen auf dieser, seiner Erde.
Liebe Freunde, ich habe nichts dagegen, so Sie sich heute schon auf ein
Geschenk ihres Nächsten freuen. Wo Sie glauben, dass Sie von ihm, von
Ihrem Nächsten ein gutes Geschenk erhalten werden. Und ich habe auch
nichts dagegen, so Sie den einen, so den anderen Ihrer Nächsten
ebenfalls beglücken, ebenfalls beschenken wollen. Denn diese irdischen
Geschenke sind uns, sind den Menschen auch Beweis dafür, dass der
Mensch sich hier im Göttlichen soweit dahin gehend zeigt, was er der
Mensch durch diesen, seinen Körper, den Gott ihm für ein Erdenleben
verliehen hat, alles Schöne und Gute, Nützliches wie Erfreuliches
schaffen kann. Ohne diesen Körper könnten wir nichts tun und das ist
für den Menschen, für die gesamte Menschheit ein Zeichen, was der
Mensch mit seinem Körper alles schaffen kann. Ich brauche Ihnen das
jetzt nicht in den einzelnen Details aufzählen, denn Sie wissen, wie
wenn Sie nur eine Geschäftsstraße durchgehen, in Schaufenster schauen,
was für Wundervolles Menschenhände geschaffen haben. Nicht dass ich
dagegen spreche, im Gegenteil. Und Sie selbst wissen ja auch, was Sie
besitzen, was Sie sich selbst erarbeitet, sich selbst angeschafft
haben, was Sie schon an Geschenken bis heute von Ihren Nächsten
erhalten haben. Oder womöglich, dass Sie sich auch selbst ein Geschenk
gemacht haben. Auch dieses gibt’s viel, dass der Mensch sagt, ich
beschenke mich selbst.
Also dieses, meine lieben Freunde soll und ist auch das Zeichen dafür,
wozu Gott uns einen Körper gegeben, dass wir mit ihm schaffen können,
auch schaffen sollen, dass wir uns erfreuen, dass wir was schaffen
können. Nur sollen wir nicht raffen, dass heißt, dass wir einer Sucht,
womöglich einer Geld - einer Habsucht verfallen. Das darf nicht
auftreten, meine lieben Freunde, soweit darf es nicht führen. Also wie
müssten wir, wie müsste der Mensch sich Gott gerade hier, an dem Tag,
an dem Erinnerungstag der Geburt Christi uns Gott gegenüber dankbar
zeigen. Dass Gott uns den wirklichen Erlöser sandte, der uns auf den
Weg führen sollte und uns auch auf den Weg geführt hat, nur folgten
Menschen ihm nicht, nur setzten sie dieses alles nicht in die Tat um,
sie waren und wurden zu bequem, Sie gehören ja auch heute einer
modernen Zeit an. Ja, meine lieben Freunde, wer das so auffässt und
auch weiterhin in diesem Glauben so lebt, der ist auf dem falschen Weg.
Wir können uns mit Recht des Lebens erfreuen. Aber genau noch gesagt,
hat Christus uns auch gesagt und sagen lassen über die heilige Schrift,
dass auch wir das gleich Gute tun können, wenn wir’s nur wollen. Lesen
Sie es bitte, gehen Sie dem genau nach, befolgen Sie alles, was uns
durch die Lehre Christi übergeben worden ist.
Nun, meine lieben Freunde, glaube ich Sie soweit geführt zu haben, dass
Sie jetzt wissen müssten, was für uns die Geburt Christi bedeutet. Und
dass wir uns speziell alle Jahre einmal auf den Geburtstag, auf die
Geburtsstunde zurückerinnern, auf die Geburtsstunde Christi. Und genau
das gleiche, meine lieben Freunde, müssen Sie auch an sich selbst tun,
damit Sie wissen, was für Sie diese Ihre eigene Geburt, Ihr eigenes
Hier sein, Ihr eigenes Erdenleben bedeutet, zudem Sie doch wirklich von
Gott diesen Ihren Körper geschenkt erhalten haben. Dann werden Sie das
Leben zu heiligen, das Leben zu würdigen wissen. Denn überall wo Leben
ist, da ist Gott. Wo viel Leben ist, da ist Gott erst recht, da wirkt
es, wo wenig ist, da kann es nicht wirken, da hat’s keine
Durchschlagkraft und daher, liebe Freunde, ist es wichtig, dass Sie
viel Leben, viel Lebensstrom, den Gott für uns bestimmt, den Gott jedem
sendet, nur er der Mensch selbst es aufnehmen muss und auch aufnehmen
kann über seinen Körper.
Damit hat er nicht was, sondern das geschafft, was Gott mit ihm
überhaupt vor hat, damit hat er sich schon, so er seinem Körper
Beachtung schenkt, im Dienste Gottes gestellt. Da beginnt es, dass er
zum wirklichen Diener Gottes wird. Aber, wer immer wieder nur böse
Gedanken aufnimmt, der wird wirklich und ist auch zum Diener des Bösen
geworden. Also, dieses, meine lieben Freunde, können Sie von nun ab
sehr gut unterscheiden. Und nun haben Sie noch einige Tage Zeit, wie
das heilige Fest sich uns nähert, die Erinnerung an die Geburt Christi,
und dass wir auch wirklich diesen Tag zu heiligen und zu würdigen
wissen. Und das gleiche tun Sie auch, was ich vielen der Freunde schon
mit auf den Weg gegeben, dass ich Sie alle drum gebeten habe, dass Sie
zur Selbsterkenntnis kommen, soweit zur Erkenntnis kommen, dass Sie
wissen, was für Sie Ihre eigene Geburt bedeutet.
Und nun, meine lieben Freunde, tut es mir von Herzen leid, dass ich
Ihnen das nicht persönlich so sagen konnte, dass heißt, dieses Mal
nicht, und daher habe ich mich auf dieses technische Wunder beschränkt,
es ist auch eine Gabe Gottes, dass Gott den Menschen eingegeben, dass
er mit diesem, seinem Körper so ein technisches Wunder schaffen konnte,
dass uns vieles des unmöglichen doch möglich gemacht wird, wenn wir es
nur richtig zu nützen wissen.
Es tut mir sehr, sehr leid, trotz alledem, dass ich nicht persönlich
bei Ihnen sein kann. Aber ich glaube, Sie werden auch jetzt das
Empfinden haben, Sie werden jetzt nicht mehr betrübt sein, Sie werden
jetzt nicht traurig sein und sagen: " Ja, warum ist er nicht gekommen?"
Ich kann Ihnen das von hier aus nur zurufen, dass ich selbst schon
dabei bin, aber ganz dabei bin! Glauben Sie’s nur, überzeugen sich
davon! Es ist nicht nur ein Gerede von mir, nein, Freunde! Ich habe
gesagt, ich bin kein Redner, bin nur ein Wahrsager, ich sage nur das,
was wahr ist, was ich schon lange, überhaupt immer als Wahrheit erkannt
habe. Denn die Wahrheit ist nicht nur um den Menschen sondern ist auch
in dem Menschen, von der er sich selbst zu überzeugen hat.
Nun, da ich jetzt persönlich nicht dabeisein kann, möchte ich Ihnen
auch ein kleines Erinnerungsstück dafür übergeben lassen, dass Sie
nicht vergessen, was das für Sie bedeutet, wenn es auch nur eine kleine
Stanniolfolie mit dem Bildnis des Leibes Christi ist. Es ist die Geburt
Christi, meine lieben Freunde. Dass ich mit diesem Bildnis vieles
wieder in Sie wachrufe, und dass Sie jetzt das soeben von mir gehörte
auch zu beherzigen wissen.
Nehmen Sie aus der Hand von Fräulein Ludwig, die ich darum gebeten
habe, jedem Einzelnen so ein Bildnis zu geben, an. Und beherzigen Sie
jetzt all diese Worte, die ich Ihnen gesagt, das ich Ihnen mit auf
Ihren weiteren Lebensweg gegeben, und dass Sie wirklich das Gute für
sich selbst jetzt zu beherzigen wissen!
Nehmen Sie diese Erinnerung an! Ich wünsche Ihnen Allen, viel Liebes, viel Gutes, das Gott für alle Menschen bestimmt hat.
Leider muss ich mich auf das Tonband hier beschränken, ich sehe gerade,
dass es nur noch wenige Meter sind. Und ich muss da dann deshalb auch
schon alleine zu dem Ende kommen und ich glaube, Ihnen jetzt das
Wichtigste mit auf den Weg gegeben zu haben, indem ich Ihnen wirklich
alles Liebe, alles Gotterdenkliche von ganzem Herzen wünsche. Glauben
Sie nur, dass ich weiter nichts als nur Ihr Helfer bin! Glauben Sie,
meine lieben Freunde, dass ich weiter nichts als nur ein Diener Gottes
bin, was auch Sie sein können, wenn Sie’s nur wollen, wenn Sie’s nur
tun!
Und glauben Sie, meine lieben Freunde, dass ich doch weiter nichts, als
nur ein Werkzeug, ein Werkzeug Gottes bin, was auch Sie in
Wirklichkeit, in Wahrheit sind, woran Sie nur noch nicht glauben
können. Wo Sie immer wieder nur in dem Glauben lebten, Sie haben dafür
keine Zeit, Sie müssen Ihrem Beruf, Sie müssen Ihrem Betrieb nachgehen,
Sie müssen Ihrem Haushalt nachgehen, und Sie müssen so Manches
nachgehen. Für sich selbst, für Ihren Körpern und für all das, was Sie
sich selbst schuldig sind, haben Sie sehr wenig Zeit. Ihre
Zeiteinstellung ist eine falsche. Nur ist die eine Zeit jetzt, das ist
diese Weihnachtszeit, der Weihnachtsmonat wo Sie erinnert werden. Aber
wie notwendig es doch ist, dass Sie alle Jahre wieder zu dem Guten, zu
Gott ermahnt werden. Und wie notwendig es ist, dass man Ihnen immer
wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch
selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu
überzeugen! Ich will nicht, dass auch nur ein Einziger, der meinem
Freundeskreis heute schon angehört, immer noch zu den Leichtgläubigen
zählt! Er soll nicht ein Leichtgläubiger sein! Er hat die Pflicht, wie
auch ich selbst, sich von allem zu überzeugen!
Dieses kann er am ehesten tun, wenn er von sich selbst überzeugt ist.
Dann wird er auch von Gott überzeugt sein, zu dem er, der Mensch
gehört.
Also, meine lieben Freunde, ich muss jetzt wirklich Schluss machen.
Ich wünsche Ihnen alles Liebe, Gute, gesegnete Weihnacht und ein glücklich, gesundes Jahr 1959!
Wünsche Ihnen Gottes reichen Segen in Ihrem weiteren Leben!
Nun, liebe Freunde: Liebet das Leben - Gott.
Gott ist überall!
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aktualisiert: 21.12.2008
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